Feliz año nuevo
31 Dezember, 2008
hiermit wünschen wir euch und euren Familien ein guten Rutsch ins neue Jahr, feiert alle schön und lasst eure Vorsätze im neuen Jahr wahr werden (wie vielleicht einmal nach Panama zu reisen, oder die Spenden für den Panamakreis drastisch erhöhen
)
Wir werden die Feierlichkeiten zwar erst 6 Stunden später antreten aber trotzdem die Korken knallen lassen und die ein oder andere Rakete abfeuern, um die bösen Geister zu vertreiben.
In den letzten Tagen haben wir bei starker Hitze angefangen, die Ausschachtungsarbeiten für die Fundamente des neuen Honighauses zu graben, welches im März fertig sein soll und direkt neben unserem Haus stehen wird.
Bis dahin im Jahr 2009.
Moritz & Simon

Gesangseinlage abends vor unserem Haus (warscheinlich probieren wir uns grad an Azzuro von Paolo Conte)
Feliz Navidad
24 Dezember, 2008
Liebe Blogfreunde, Familie und Verwandte,
Wir wünschen euch auf diesem Wege ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest 2008. Lasst euch alle reich beschenken und denkt an uns in der fernen Welt.

Calobre IV
22 Dezember, 2008
Ho, ho, ho, liebe Blogleserinnen und Blogleser,
Nach gut zwei Wochen gibt es jetzt kurz nach dem vierten Advent Neues von uns.
Die Vorweihnachtszeit in Panama verbrachten wir im sonnigen Calobre. Dort konnten wir aber ander als gedacht, nicht bei der Fertigstellung der Essensraumes für die Kinder des Campo helfen, da das Geld ausgegangen war (was aber geplant war; die Fertigstellung sollte stufenweise erfolgen), sondern arbeiteten Vormittags auf der Finca des Padres mit, wo wir unter anderem einen Hühnerstall bauten, halfen ein Reisfeld zu ernten und Arbeit mit dem Lieblingswerkzeug der Panamaer, der Machete, auf einem Bohnenfeld verrichteten, um Unkraut zu vernichten. Diese Arbeiten waren körperlich sehr hart, da die Sonnene in der Sommerzeit schon enorm heiss ist.

Beim Unkraut beseitigen mit der Machete

Ein neuer Hühnerstall

Reisernte in den Bergen vor Calobre
Am Nachmittag haben wir dann den Kindern des Dorfes ( ca. 30 Kinder) Englischunterricht gegeben. Diese Arbeit war gar nicht so einfach, da die Kinder im alter von 7-11 Jahren zwar ein wenig Englisch aus der Schule kanten, dieses jedoch so grauenhaft war, dass wir bei den Grundlagen nocheinmal anfingen. So konnten die Kinder nachdem wir gegangen waren eine Vorstellung ihrer Person sowie ihrer Familie und allerhand Tiere auf Englisch. Wir versuchten die Kinder natürlich mit allerhand Spielen bei Laune zu halten, und der Spass kam nicht zu kurz. Vormittags wurden wir oft von den Vätern der Kinder angesprochen, da sie die Mitschriften ihrer Kinder auch studierten, und nach einigen Sachen auf Englisch gefragt.
In Santiago angekommen, konnten wir endlich mal wieder ein paar Tage in unserem kleinen Häuschen am Stadtrand von Santiago verbringen und uns den Nachbarn vorstellen und ein wenig mehr einrichten. Weiterhin haben wir als kleines Dankeschön für die Leute von CEPAS einen deutschen Abend mit Erbsensuppe, Schwarzbrot und auch deutschen Bier veranstaltet. Dieser Abend war ein voller Erfolg und wir konnten viele Leute von den Qualitäten unserer Heimat überzeugen. Auch der Austausch von Musik und Tänzen wurde vollends praktiziert.

Deutscher Abend in Santiago
Weitherhin wünschen wir euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest 2008 aus dem fernen Panama. Wie das hier sein wird, berichten wir natürlich auch aus erster Hand.
Hasta Luego,
Simon & Moritz
Dschungel, Pech und Pannen… Teil 2
2 Dezember, 2008
===neue Kategorie: Song des Monats===einfach oben klicken===
Gu’n Tach!
Jetzt also die Fortsetzung des Artikels von Gestern.
Am Freitag abend stiegen wir dann um 11 Uhr in den Bus Richtung Bocas del Toro. Es war natürlich den ganzn Tag warm und so setzten wir uns also sommerlich gekleidet in T-Shirt und kurzer Hose in den Bus. Mit dem Gedanken, dass Panamaer sowieso gar nicht wissen, was kalt ist, ignorierten wir die Warnung, dasss wir uns lieber lange Sachen anziehen sollten. Ein fataler Fehler! Die Situation war dann nämlich folgende: Alle Busreisenden nehmen Jacken, Pullover und Decken mit, da der Fahrer, während draussen angenehme 25 Grad herrschen, die Klimaanlage auf herbstliche 17 Grad einstellt. Alle finden es also zu kalt, die Klimaanlage wird aber trotzdem benutzt, nur um zu zeigen, dass man eine hat. Ein Irrsinn. Gleichzeitig versüssten uns die drei Busfahrer, die sich alle 2 Stunden abwechselten, auch die Busfahrt mit ihren kindischen Aktionen, die in Deutschland bei den meisten Reisunternehmen wahrscheinlich eineige Konsequenzen haben würden:
1. Alle Reisenden und zwei der drei Busfahrer sind nach einer Pause schon wieder im Bus. Die zwei machen sich einen Spass daraus, schonmal loszufahren, so dass der andere hinter dem Bus herrennen muss.
2. All drei Busfahrer sitzen vorne. Einer verliert um ca. 3:30 Uhr sein Handy in der Dunkelheit des Busses. Alle Passagiere schlafen. Im GESAMTEN Bus wird daraufhin Festbeleuchtung angeschaltet, damit der Fahrer vorne sein Handy wiederfinden kann.
3. Die Busfahrer machen wahrend der Fahrt Scherzanrufe bei Freunden.
4. Der Bus kommt auf der Landstrasse an einem Haus eines Freundes der Busfahrer vorbei. Es wird mitten auf der Strasse angehalten, alle Fahrer steigen aus, machen Klingelmannchen.
Dann konnte die Fahrt auch schon bis zum Bootsanlegepunkt Almirante weitergehen. Um ca. 5:30 dort angekommen, nehmen wir uns ein Boot um 7 Uhr zur Hauptinsel des dortigen Archipels, Isla Colon.
Dort angekommen, werden wir dann direkt von mehreren Leuten empfangen, die uns in dem typischen Dialekt begruessen und uns ganz viele Hostels und Hotels empfehlen, die alle gleichzeitig die billigsten und tollsten sind. Hierbei gerieten wir an „Snoop Carribean“, der nach eigener Aussage wie der Rapper Snoop Dogg aussieht, aber eben nicht aus den USA sondern aus der Karibik kommt. Toller Kuenstlername. Er zeigte uns dann das angesagte Surferhostal „Mondo Taitu“, jedoch waren uns 12 Dollar die Nacht zuviel. So mieteten wir uns im Hostal „The Hostal“ ein, wo man fuer lediglich 8 Dollar die Nacht naechtigen konnte. Die sintflutartigen Regenfaelle wurden indes immer staerker und wir machten zusammen mit dem, schon in Santiago zu uns gestossenem, Julian eine Erkundungstour ueber die Insel, auf der wir feststellten, dass der erste Stock des Mondo Taitu abgesoffen war. Glueck gehabt. An dem Tag brachen dann auch Telefon und Internet zusammen und so konnte kein Tourist mehr Geld holen, noch funktionierte das Handy. Zum Glück war aber immer genügend von allem auf der Insel vorhanden, sodass es keine schlimmeren Vorfälle gab. Schlimmer war wohl die Situation für die indigene Bevölkerung in den abseits gelegenen Gebieten an der Küste Panamas.
In den naechsten Tagen wurde dann auch schnell klar, dass die Strassen, die die Küsten mit der Interamricana und damit der Zivilisation verbinden, alle zerstoert und der Grenzübergang nach Costa Rica nicht mher befahrbar war. So war unser Urlaub nach Costa Rica gestorben und Timon, der zwischenzeitlich noch dazugestossen war, konnte uns leider, leider nicht mehr „sein“ Costa Rica zeigen.
Nach ungefähr 3 TAgen hörte dann endlich der Regen auf und wir konnten die „Postkartenkaribik“ geniessen. Zu allem Überdruss wurden Simon und mir dann leider noch die Kameras geklaut, was den Urlaub dann doch etwas schmälerte und diesem Artikel seine Farblosigkeit verleiht.
Am Sonntag nahmen wir dann das Flugzeug als einzigen Ausweg von der Insel nach Panama Stadt.
Hier machen wir jetzt das vom BMZ vorgeschriebene Zwischenseminar. HAute morgen waren wir beim Botschafter von Deutschland in Panama und haben mit ihm über die eventuelle Finanzierung eines Aguäduktes für das Dorf Las Filipinas gesprochen, welche Errichtung wir mit überwachen sollen.
So, dann bleibt mir jetzt nur noch, auf unsere neue Rubrik aufmerksam zu machen: Song des Monats, wo ihr euch immer ein Stück Panama nach Hause holen könnt.
Eine weitere schöne Vorweihnachtszeit und einen dicken Stiefel wünscht euch
Moritz
Dschungel, Pech & Pannen…Teil 1
1 Dezember, 2008
¡Hola!
In den vergangenen zwei Wochen ist wieder viel passiert, was wir euch natürlich, wie immer, nicht vorenthalten wollen und brühwarm berichten. Fotos gibt es dieses Mal nicht- dazu gleich mehr.
Wir brachen also in den Norden der Provinz Veraguas auf, wo wir bis dahin noch nie gewesen waren. Unser Arbeitsort befand sich in den dicht bewaldeten Bergen in der Nähe des Städchens Santa Fé, wo wir bei der Ausbesserung einer Herberge helfen sollten. Die Herberge, welche von der Philipus und Jakobus Gemeinde in Herdecke finanziert und von CEPAS gebaut wurde, ist für Einheimische gedacht, welche den weiten, teilweise mehrtägigen, Fussmarsch nach Santa Fé bestreiten müssen und hier für wenig Geld (5 cent) ein Dach über dem Kopf und eine Waschmöglichkeit haben.
Nach der ersten Begutachtung des Holzhauses wurd uns allerdings schnell klar, dass wir in den vier Tagen dort kaum eine Chance haben würden, fertig zu werden. Holzwürmer hatten viele Bretter völlig ausgehöhlt, die ständige Regen-Wind-Mischung die dort oben herrscht, tat auch ihren Teil dazu. So begannen wir erst einmal, die Front zu erneuern. Wir bekamen dabei auch die tatkräftige Hilfe einer Indio-Familie, welche nahe des HAuses leben und das Haus betreuen. Obwohl diese Menschen in einfachsten Hütten leben und zum ärmsten Teil der Bevölkerung gehören, versorgten sie uns säckeweise mit frischen Orangen und Mandarinen. Dazu gab es noch die Palmenfrucht Piva, welche im Geschmack etwas an Kartoffeln erinnert, zudem sie auch gekocht werden. Nachts hiess es dann immer die Tür gut abzuschliessen, da ein Jaguar in der Gegend sein Unwesen trieb und sich zwei Tage zuvor zwei Pferde gegönnt hatte. In der Nacht besuchte uns dann zwar nicht der Jaguar, dafür aber unzählige Cucarachas, Kakerlaken, die zu dem gleichnamigen Lied in unserem Zimmer tanzten. Gut geschützt durch unser Mskitonetz konnte uns dies jedoch nicht erschüttern. Dafür aber ein Erdbeben, welches uns eines Nachts weckte. Zum Glück blieb dies ohne Folge, auch im Rest Panamas passierte nichts Schlimmeres. Bei beständigem Regen reparierten wir also nach und nach die Hütte und am Donnerstag sollten wir dann abgeholt werden.
Der Weg zur Herberge führt den Jeep durch mehrere Flüsse und Lorenzo sagte schon, dass nach dem vielen Regen es möglich wäre, dass der Jeep den einen Fluss nicht durchqueren könne. Dies stellte sich zum Glück als falsch heraus, so dass wir glücklich waren, als wir Motorengeräusche hörten und somit wussten, dass wir unser Gepäck nicht tragen müssen. Vollgepackt mit säckeweise Obst traten wir somit guten Mutes den Rückweg an. Als wir jedoch den Fluss durchqueren wollten, liess uns der Motor mitten im Fluss im Stich und während das Wasser im Jeep fast bis auf Sitzhöher stieg, mussten wir aus den Fenstern klettern und nach eineinhalb Stunden schieben bekamen wir den Toyota an Land geschoben, der Motor sprang jedoch nicht mehr an. Die Situation war sehr schlecht, da in der Nähe niemand wohnt und wir auch keinen Handyempfang hatten. Glück im Unglück hatten wir, als ein Chiva vorbeikam. (Chivas sind Geländewagen mit Ladefläche mit denen in den schwer zugänglichen Teilen des Landes Personen befördert werden. Sie arbeiten nach dem Motto „Lieber schlecht gefahren als gut gelaufen“) Der Fahrer versprach uns, uns auf dem Rückweg abzuschleppen. Gesagt, getan- nach drei Stunden Warten im Regenwald bei ziemlicher Kälte, wurden wir dann bis Santa Fé abgeschleppt.
An dieser Stelle Herzlichen Dank an die Firma Toyota für ihr hervorragendes Modell „LandCruiser“, von dem wir gerne eins besitzen würden. Schenkung erwünscht!
Mit dem gleichen Chiva fuhren wir dann auf der Ladefläche bis Santiago mit, wo wir dann hundemüde ins Bett fielen um am nächsten Tag unseren Urlaub in Bocas del Toro und Costa Rica antreten zu können.
Morgen kommt dann der zweite Teil, gleich gibt es Abendessen,
Bis dahin bleibt uns treu,
Simon und Moritz
Das Letzte…
16 November, 2008


Auf dem Rückweg trafen wir auch zwei Jungs von ca. 8/9 Jahren, von denen einer ein schweres Brett auf der Schulter trug und sich damit den steilen Berg hochquälte. Wenig später trafen wir auch auf dem Weg eineen Mann mit seinem Sohn, die ihre schwer beladenen Pferde durch die Berge führten. Wenn man daran denkt, wie einfach das Leben besonders auch für die Kinder in Deutschland ist, tun einem die Kinder in den Bergen schon ziemlich leid.

Am Samstag verliessen wir dann Alto Tólica wieder (natúrlich zu Fuss, jedoch wurden wir auf halber Strecke von einem Mitarbeiter von CEPAS mit den Jeep angeholt), um den nächsten wichtigen Tag im Mes de la Patria zu erleben. Am 9. November findet in Santiago das Fest anlässlich des Grito statt, also der Jahrestag des Tages, an dem die Nachricht der Unabhängigkeit in Santiago angekommen ist. So hat jede Stadt noch ein weiteres Fest und der Panamaer eine weitere Möglichkeit sich einen Tag frei zu nehmen. ( JA, die Panamaer sind sehr fantasievoll, wenn es darum geht, sich Feiertage auszudenken)An diesem TAg reisen die Gruppen anderer Städte in die jeweiligen Städte mit und so dauert die PArade von morgens um 10 bis nachts um 2- das guckt sich natürlich keiner komplett an. Hier noch ein Paar Eindrücke vom Grito.

Viele Leute hatten sich gegen die Sonne auch Regenschirme mitgebracht…

…die man später auch in ihrem ursprünglichen Sinn wieder einsetzen konnte:

Das einzige Foto, das man erhaschen konnte, auf denen keine Regenschirme drauf waren:

Nach den ganzen Festlichkeiten hatten wir eigentlich vor, Dienstag mit dem Ingeneur Lorenzo von CEPAS in ein Haus in den Bergen in der Nähe von Santa Fé zu fahren, um dort einige Reparaturen durchzuführen. Da Lorenzo jedoch krank wurde, (warscheinlich durch das kalte Klima in Alto Tólica) verbrachten wir die Woche in Santiago und halfen, ein wenig eigennützig, bei der Errichtung eines Schlafraumes im Casa EnergySol Berlin für uns. In diesem Haus werden sonst Solarlampen gebaut, jedoch ist das Haus so gross, dass eine Schlafkammer mit Kochecke für uns kein Problem darstellt. Also halfen wir die Gräben für die Wasserleitungen zu graben und diese zu verlegen etc. Es gab viel zu tun wie das bei einem Umzug nunmal so ist.
Morgen, Montag, geht es dann mit Lorenzo Richtung Santa Fé wo wir dann die Reperaturen anfangen werden.
Bis dahin und Hasta Luego
Simon und Moritz
Calobre III
2 November, 2008
Nach genau zwei Wochen gibt es jetzt mal wieder ein Lebenszeichen von uns, nachdem wir zum vorläufig letztem Mal für zwei Wochen in Calobre auf der Baustelle des Speisessaals für die Kinder der Umgebung waren.
Ehrlich gesagt, so besonders viel gibt es dieses Mal gar nicht zu berichten. So wurden in den letzten zwei Wochen die Mauern hochgezogen sowie die Eckpfeiler und Rahmen für Fenster und Türen gegossen. So können in der nächsten Woche dann von einer Firma die Stromkabel und Wasserleitungen verlegt werden, dann das Dach drauf und (fast) fertig.
Nach einigen Tagen auf der Baustelle musste Moritz für drei Tage ausssetzen, da er eine Entzündung im Ohr hatte. Darufhin suchte er dann das örtliche Centro de Salud, das Gesundheitszentrum, auf, wo er dann für 1 Dollar Behandlung und 45 cent für Ohrentropfen und Schmerztabletten im Vergleich zu deutschen Verhältnissen gut davongekommen ist.
Während der Arbeit war es oft sehr lustig, doch auch so manches Mal muss man sich ziemlich zusammenreissen bei der Hitze zu arbeiten. Hier nochmal ein Foto von den Leuten der Baustelle
Da wir in der Nähe der örtlichen Kneipe gewohnt haben, ist uns eine Sache echt sehr stark aufgefallen: Einige der Campesinos fanden sich schon ab 12 Uhr zum trinken ein wo sie dann bis zum Nachmittag fröhlich zechten. Bei einigen Gesprächen mit Leuten über dieses Problem, wurde uns gesagt, dass dies auf dem Land in manchen Familien leider schon ein grosses Problem darstelle und oft die Frauen das Geld für die Familien verdienen müssen, da die Ehemänner ihren Anteil fast komplett, man kann es nicht anders sagen, versaufen. Man muss aber dazu sagen, dass der Grossteil der schon aus ordentlichen Menschen besteht, die hart arbeiten und gut für ihre Familie sorgen.
Am letzten Tag unseres Aufenthalts nahmen wir uns dann nochmal frei um uns von unserem Hausherrn Checho seine Finca zeigen zu lassen, die er zusammen mit seinen Geschwistern bewirtschaftet. Eine Finca ist in diesem Falle übrigens kein Landhaus auf Mallorca, sondern einfach ein Sammelbegriff für Felder, Kuhweide etc.
So zeigte er uns seine Kühe und die Felder, auf denen im Sommer Wassermelonen angebaut werden.
Jetzt sind wir wieder in Santiago um morgen den Unabhängigeitstag mitkriegen zu können. Dienstag geht es dann für ein Paar Tage nach Alto Tolica, wo wir den Speisesaal der Schule ausbessern werden.
Bis dahin,
Simon & Moritz
¡Ay, Plomo!
19 Oktober, 2008
Nach zwei Wochen ohne Internet gibt es jetzt mal wieder ein Lebenszeichen von uns!
Im Moment sind wir mal wieder für ein Wochenende in Santiago, um nach den vergangenen zwei Wochen ein Paar Besorgungen machen zu können und natürlich unseren treuen Lesern neuen Lesestoff zugeben.
Die vergangenen zwei Wochen arbeiteten wir wieder im Städtchen Calobre auf der Baustelle (siehe letzter Artikel). Der härteste Teil, das Ausheben der Löcher für die Fundamente, war jetzt glücklicherweise geschafft, sodass es jetzt schon an das Ausgiessen mit Beton ging und die ersten Mauern hochgezogen werden konnten.

Auf der Baustelle ging es eigentlich immer recht lusig zu, was natürlich an den netten Arbeitern wie auch an dem ein oder andern freiwilligen Helfer lag. Die Besetzung der Arbeiter variierte stets, da der Padre einige Leute beschäftigte, die aber nicht immer auf der Baustelle eingesetzt wurden. Jedoch waren der Ingenieur Valentin und einige andere Helfer immer da. In den zwei Wochen Arbeit lernten wir diese Leute so gut kennen, dass wir auch nach der Arbeit in Kontakt standen und uns zum Beispiel zum fussballspielen am Abend trafen. Das lustige an dem Dorf Calobre ist, dass es mit etwas über 3000 Einwohnern über ca. 10 Fussbalteams verfügt, also ein recht fussballbegeistertes Dorf ist. Jeden Sonntag werden dann am örtlichen Platz Spiele zwischen den Mannschaften ausgetragen und wer nicht gerade spielt, der schaut eben zu.
Wie gesagt, wurde auf der Baustelle auch viel gelacht und darüber diskutiert, wer der angeblich faulste Arbeiter ist und deshalb den Spitznamen „Plomo“ tragen sollte.
Weiterhin haben wir wieder einige Bräuche der Panamaer mitbekommen, wie zum Beispiel einmal, als einer der Bauarbeiter seine Arbeiter einfach liegen liess als ein Leguan auf der Baustelle zu sehen war, und diesen fing um ihn abends zu essen. Uns wurde auch etwas angeboten, jedoch sah uns die ganze Sache nicht sehr bekömmlich aus, und da diese Tiere in Panama unter Schutz stehen und deshalb auch das frittieren derselben verboten ist, wollten wir uns nicht straffällig machen, wo wir doch jetzt endlich unsere Aufenhaltsgenemigung besitzen.

Das Wetter in den lezten Wochen war leider entsprechend der Regenzeit sehr nass was die Arbeit auf der Baustelle zum einen erleichtert hat, da bei grosser Hitze die Arbeit schwerer fällt als bei Nieselregen (oder bei zu starkem Regen ein Pause eingelegt werden muss), zum andern jedoch auch erschwert, da es wirklich sehr matschig war und die Schubkarren öffters mal im Schlamm stecken geblieben sind. Nachts war man dann auch froh wenn man eine dickere Decke zur Verfügung hatte und der Ventilator mal ausgeschaltet blieb.
Die Abende in Calobre verbrachten wir meistens mit Ausruhen von der doch schon körperlich anstregenden Arbeit vor dem Häuschen in dem wir unsere Schlafgelegenheit hatten. Von dort aus hatte man eine gute Aussicht auf die Geschehnisse des Dorfes und ab und zu auch auf die Leute in der Kneipe die auch gern unter der Woche mal einen über den Durst trinken. Wenn wir uns dann zeitig zu Bett legten, konnten wir begleitet durch die Musik (meistens Tipico) dann langsam in den Schlaf dämmern.
Zur allgemeinen Situation von uns kann man sagen (wichtig besonders für alle Eltern und Svenja), dass es uns sehr gut geht, dass wir uns über jeden Brief der uns in Calobre übermittelt wird sehr freuen (besonders über die Gerüchteküche in Herdecke). Auch die Emails oder Kommentare hier im Blog vom fernen Herdecke (und Umgebung) sind immer eine grosse Freude.
Morgen geht es wieder für 2 Wochen nach Calobre den Bau in die Höhe treiben.
Viel mehr gibt es jetzt auch nicht ,ehr zu schreiben, wir melden uns in ca. zwei Wochen wieder,
Sonnige Grüsse
Simon & Moritz
P.S.: Endlich haben wir jetzt auch unsere Aufenthaltsgenehmigungen- wir verstehen zwar mittlerweile überhaupt nicht mehr, warum das vorher nicht klappte, Hauptsache ist, dasss wir die Papiere jetzt haben.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
4 Oktober, 2008
¡Buenas!
Ja, was haben wir in den letzten Wochen so getrieben? Alle, die das interessiert, sollten jetzt weiterlesen. Alle, die das absolut nicht interessiert, können ja auf kicker.de gehen und Fussballergebnisse gucken.
Am Dienstag kamen wir also im Städtchen Calobre an. Dann sollten wir auf den Padre warten, bei welchen wir die Woche essen sollten. Wohnen sollten wir aber woanders. Naja, uns wurde dann gesagt, dass der bereits erwähnte Padre in den nächsten 20 Minuten eintreffen sollte. Okay, hätten wir gewusst, dass es sich hierbei um 20 Panama-Minuten handeln sollte, hätten wir in der Zwischenzeit Herr der Ringe oder Ben Hur gucken können. Haben wir aber nicht. Deshalb warteten wir geschlagene zweieinhalb Stunden bis endlich der Padre kam. Wir assen dann mit ihm zu Abend (Hierbei muss erwähnt werden, dass der Padre eine Haushälterin hatte, die recht gut kochen konnte). Später am Abend erfuhren wir dann, wo wir schlafen werden: Bei Checho!
(Es folgt eine kurze Beschreibung von Checho: Checho heisst eigentlich Amparo Pérez, genau wie sein Vater. Er ist 65 Jahre alt, was ihn aber nicht daran hindert, jeden morgen um 5 Uhr aufzustehen, um zur Arbeit auf dem Feld zu gehen. Früher hat Checho geboxt, Baseball gespielt und viel getanzt, heute guckt er nach Feierabend lieber Telenovelas und liest Zeitung. Oder aber er entspannt bei noch mehr Arbeit in seinem Gemüsegarten. Ausserdem ist er einer der liebenswürdigsten Menschen, die wir in Panamá bisher kennen gelernt haben.)
Die folgende Woche, also von Mittwoch bis Mittwoch arbeiteten wir dann auf der Baustelle eines Speisesaals für Kinder in dem die Kinder der Umgebung Sonntags nach der Kirche wenigstens einmal in der Woche etwas Vernünftiges auf die Gabel bekommen. Die Arbeit war ziemlich hart, da sich die Baustelle nicht im Schatten, sondern in der prallen Sonne befand. Dabei dann Löcher für Fundamente auszuheben ist nicht wirklich lustig, aber abends konnten wir dann wenigstens gut einschlafen.
Nach einer Woche Schwitzen, wie ich es im Leben noch nicht getan habe, wurden wir dann von Rafael und Franziska in Richtung unseres ersten Urlaubs in Panama an der Küste abgeholt. Wir kamen dann anch einiger Zeit im Hotel und Ressort „Playa Blanca“ an. Hier erwarteten uns schon Svenja, sowie Timon, der normalerweise in Costa Rica arbeitet, aber seinen Urlaub mit uns in Panama verbrachte.
Der Kontrast zu dem, was wir bisher in Panama erlebt und gesehen hatten, konnte grösser kaum sein: Riesenbuffets, Bars, und Swimmingpools konnten die Unterschiede, die in diesem Land herrschen kaum besser zeigen. Trotz allem muss ich zugeben, dass ich in Playa Blanca, dies für zwei TAge verdrängt habe und wir uns ständig den Bauch vollgeschlagen haben und ständig Cocktails, Bier oder auch mal `ne Cola in den Händen hatten. Franzi machte hier auch Freundschaft mit einem Tukan:

Nach zwei Nächten ging es dann auch schon weiter nach Panama Stadt, wo wir noch in die Migrationsbehörde zwecks unserer Aufenthaltsgenehmigung mussten. Hier trafen wir uns mit Simons Bruder Julian, der im Moment in Panama für die Behörde ANAM arbeitet. Da der Termin in der Migrationsbehörde aber erst am Montag war, konnten wir also das Wochenende mit den Leuten, die wir in Panama-Stadt schon kennen, verbringen. So besuchten wir die Altstadt, die teilweise sehr schön restauriert ist und wo sich auch das Haus des Präsidenten befindet. Aber auch hier zeigt sich PAnama als Land der Kontraste: Nur einige hundert Meter vom Präsidentenhaus beginnt das Ghetto, das nach Einbruch der Dunkelheit mordsgefährlich ist.

Von hier aus hat man jedoch auch einen hervorragenden Blick auf die Skyline von Panama-Stadt:
Zum Abschluss unserer Turisten Führung besuchten wir dann noch den Panama-Kanal. Abends ging es dann in die Diskos der Partystrasse CAlle Uruguay, in der dann wieder Salsa, Merengue und Panama- Raggea bis zum Abwinken angesagt war.
Das mit der Aufenthaltsgenehmigung klappte leider nicht so gut und so verbringen wir seit Montag die Woch in Santiago um Zugriff auf Telefon und Internet zu haben, damit wir uns um die Aufenthaltsgenehmigung kümmern können. Ansonsten ist in den letzten TAgen nicht wirklich viel passiert. Heute Nacht ist dann Timon zurück nach Costa Rica gefahren- wir hoffen, dass wir den Gegenbesuch noch irgendwann antreten können.
Nächsten Montag geht es dann wieder nach Calobre auf die Baustelle, wir melden uns dann in zwei bis drei Wochen wieder.
Ich wünsche allen, die jetzt mit ihrem Studium anfangen viel Erfolg, und allen anderen Gesundheit und gutes Wetter wie in Panama!
Euer Moritz
P.S.: Bevor jemand auf falsche Gedanken kommt: Der Urlaub in Playa Blanca und auch alle anderen Freizeit-Aktivitäten bezahlen wir natürlich aus eigener Kasse- CEPAS oder der Dritte-Welt-Kreis-Panama haben damit nichts zu tun!
Die letzten 2 Wochen…(Fortsetz.)
16 September, 2008
Sooooo…… Bevor wir mit dem Schreiben hier weiter in Rückstand geraten, gibt es jetzt die Fortsetzung des letzten Berichts und ich verspreche: DIeses Mal mit weniger grammatischen und die die Synatx betreffenden Fehlern!
Alto Tólica
Als wir dann letzte Woche Sonntag in Alto Tólica ankamen, waren wir natuerlich erstmal wieder schön durchgefroren und klitschnass, da wir knapp vier Stunden von Jemé per pedes durch die Berge unterwegs waren. Zahlreiche Bäche, die sich hier in der Regenzeit zu kleinen Flüssen verwandeln, mussten überwunden wurden, so dass auch die Füsse nicht von der Nässe verschont blieben.
An der Schule angekommen, wartete dann auch die bereits erwähnte kalte Dusche auf uns, sonst befand sich niemand in der Schule- die Lehrer fahren jedes Wochenende von Freitag bis Sonntag in die Stadt zu ihren Familien. Den ganzen Nachmittag hoerte es dann auch nicht auf, zu regnen und wenn einem in zwei Metern Abstand Wolken vor der Nase vorbeiziehen, alles klamm ist und dabei ca. 10 Grad herrschen, ist man froh, dass man Pullover und Jacke aus Deutschland mitgenommen hat.
Zur Arbeit, die wir dort oben die Woche über verrichteten: Wir halfen den Grossteil der Zeit, bei der Errichtung eines Beckens für Nassreis, mit integriertem Fischteich, bei der Erde, die hier oben eher Fels gleicht, eine ganz schöne Plackerei, welche dadurch erschwert wird, das nach 3 Stündchen Tropenregen, der Fischteich schon bevor jemand einziehen kann, gefüllt ist. 
Weiterhin halfen wir auch bei der Pflege des Gartens, bei dessen Anlage, Franziska und Svenja geholfen hatten.
Der Schulgarten hat den Sinn, dass die Kinder sehen, dass man auch etwas anderes als Mais und Yuka-Wurzeln anpflanzen kann und dies ihren Eltern erzählen, natürlich bekommen sie in der Schule auch von den ihnen teilweise unbekannten Gemüse zu essen. In der letzten Woche konnten die ersten Bohnen nach nur 40 Tage geerntet werden und eine Mutter bereitete für alle Kinder der Schule die Bohnen zu.
Die Nachmittage und Abende sind in den Bergen unbeschreiblich langweilig! Man kann hier nichts machen (und meistens auch nichts sehen, weil man mal wieder in den Wolken hängt) Dazu, wie immer, Kälte und ein Schuss Regen. Wir vertrieben uns dann die Zeit mit Stadt, Land Fluss (mit Herdecker Erweiterungen wie: Film, Lied, Sänger, Biersorte etc. pp.), UNO, Kniffel und Kochen. Einem der zwei Arbeiter, die im Moment für CEPAS den Schulgarten anlegen,konnten wir auch mit viiieeel Geduld und Spucke Kniffel und UNO beibringen. Abends zockten wir dann mit den Lehrern Black Jack um 25 ct. Stücke. (…und zogen sie gnadenlos aus!!!)
Im höchstegelegensten deutschen Sterne-Restaurants in Panama wurden teutonische Köstlichkeiten wie Bratkartoffeln mit Rührei, Rösti und Kaiserschmarrn beritet. (Jaja, Rösti kommen aus der Schweiz und Kaiserschmarrn aus Österreich, aber das weiss hier ja keine Sau!) Dabei kann man getrost sagen, dass sich die beiden männlichen Köche eher in Richtung Johann Lafer bewegten, während die Kochkünste der Mädchen die eines Bratwurstverkäufers im Westfalenstadion nicht weit überstiegen.
Geschafft von einer Woche Wandern und Bibbern waren wir heilfroh, als es dann Freitag zurück nach Santiago ging.
Santiago de Veraguas
Nach einem erholsamen Wochenende mit dem ersten Besuch der Pazifikküste (Wassertemperatur entspricht Kinderbecken im Schwimmbad Herdecke und Salzgehalt dem Fleisch, welches Svenja in Alto Tólica fúr uns pökelte briet) ging für uns in Santiago die Arbeit weiter, während die Mädchen nach El Bale gingen.
Unser „jefe“ für diese Woche war Armando, welcher ein studierter Agronom, spezialisiert auf Bienen, ist. Unter seiner Anleitung reinigten wir leere Schnapsflaschen, die zu diesem Zweck gekauft wurden, und befüllten sie später mit Honig aus der letzten Honigernte.
Das hat ohne Frage viel Spass gemacht, auch aus dem Grund, dass jeder von uns sich mit Brot und Keks ca. einen halben Liter Honig selbst einverleibt hat. Weitaus interassentar als das Säubern von Flaschen und Befüllen derselbigen war ein Besuch der Communidad La Pintada, in der seit einiger Zeit das Honigprojekt durchgeführt wird (unterstützt durch den vom DWKP ausgerichteten Panamalauf). Hier konnten wir die Bienen aus nächster Nähe betrachten, und ihnen neuen Zucker geben, welchen sie für das Überleben im derzeitigen Winter, in dem es keine Blüten gibt, benötigen. Angezogen wie Astronauten (gar nicht so einfach, für die grossen Deutschen Anzüge zu finden
) wurden uns dann die ganzen Funtionen und der Aufbau eines Bienenstocks erklärt.
Dies war eine tolle Erfahrung, wenn man einem die Bienen aus 6 Bienenstöcken um die Ohren fliegen und man meint, auf der Autobahn zu stehen, weil es so laut ist. (Hier noch ein kleiner Tipp von mir (Moritz) am Rande: man sollte NIE in der Nähe von 6 rasenden Bienenstöcken auf die Idee kommen, seine Handschuhe auszuziehen, weil man die Konsistenz des Honigs überprüfen will- ich finde, ich bin mit 6 Stichen in der Hand noch ganz gut weggekommen) (Bemerkung von Simon am Rande: Selber Schuld!)
Soweit zu unserer Arbeit hier- noch ein Paar Sätze zur Freizeit: in nur einer Woche sind wir schon auf zwei Geburtstagen eingeladen gewesen ( Einmal der 82. von Opa Batista und der 4x.te von einem Onkel der Familie Perez) und zu mindestens 100 weiteren Verwandten entführt wurden. Das macht aber eigentlich immer Spass und man erweiter seinen Bekanntenkreis hier am Tag um ca. 20 Personen.
So, da habt ihr erstmal wieder eine ganze Menge Lesestoff. Morgen geht es dann nach Calobre, wo wir auf einer Baustelle zur Errichtung einer Küche und Speiseraums für Kinder mithelfen werden. DA dieses Dorf nicht völlig am Ende der Welt ist und es evtl. auch Telefon gibt, hoffen wir, uns von da wieder melden zu können.
Wir für unseren Teil haben jetzt Kohldampf und verabschieden uns bis zum nächsten Mal,
Gruss und Kuss,






