Das Letzte…
16 November, 2008


Auf dem Rückweg trafen wir auch zwei Jungs von ca. 8/9 Jahren, von denen einer ein schweres Brett auf der Schulter trug und sich damit den steilen Berg hochquälte. Wenig später trafen wir auch auf dem Weg eineen Mann mit seinem Sohn, die ihre schwer beladenen Pferde durch die Berge führten. Wenn man daran denkt, wie einfach das Leben besonders auch für die Kinder in Deutschland ist, tun einem die Kinder in den Bergen schon ziemlich leid.

Am Samstag verliessen wir dann Alto Tólica wieder (natúrlich zu Fuss, jedoch wurden wir auf halber Strecke von einem Mitarbeiter von CEPAS mit den Jeep angeholt), um den nächsten wichtigen Tag im Mes de la Patria zu erleben. Am 9. November findet in Santiago das Fest anlässlich des Grito statt, also der Jahrestag des Tages, an dem die Nachricht der Unabhängigkeit in Santiago angekommen ist. So hat jede Stadt noch ein weiteres Fest und der Panamaer eine weitere Möglichkeit sich einen Tag frei zu nehmen. ( JA, die Panamaer sind sehr fantasievoll, wenn es darum geht, sich Feiertage auszudenken)An diesem TAg reisen die Gruppen anderer Städte in die jeweiligen Städte mit und so dauert die PArade von morgens um 10 bis nachts um 2- das guckt sich natürlich keiner komplett an. Hier noch ein Paar Eindrücke vom Grito.

Viele Leute hatten sich gegen die Sonne auch Regenschirme mitgebracht…

…die man später auch in ihrem ursprünglichen Sinn wieder einsetzen konnte:

Das einzige Foto, das man erhaschen konnte, auf denen keine Regenschirme drauf waren:

Nach den ganzen Festlichkeiten hatten wir eigentlich vor, Dienstag mit dem Ingeneur Lorenzo von CEPAS in ein Haus in den Bergen in der Nähe von Santa Fé zu fahren, um dort einige Reparaturen durchzuführen. Da Lorenzo jedoch krank wurde, (warscheinlich durch das kalte Klima in Alto Tólica) verbrachten wir die Woche in Santiago und halfen, ein wenig eigennützig, bei der Errichtung eines Schlafraumes im Casa EnergySol Berlin für uns. In diesem Haus werden sonst Solarlampen gebaut, jedoch ist das Haus so gross, dass eine Schlafkammer mit Kochecke für uns kein Problem darstellt. Also halfen wir die Gräben für die Wasserleitungen zu graben und diese zu verlegen etc. Es gab viel zu tun wie das bei einem Umzug nunmal so ist.
Morgen, Montag, geht es dann mit Lorenzo Richtung Santa Fé wo wir dann die Reperaturen anfangen werden.
Bis dahin und Hasta Luego
Simon und Moritz
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen
4 Oktober, 2008
¡Buenas!
Ja, was haben wir in den letzten Wochen so getrieben? Alle, die das interessiert, sollten jetzt weiterlesen. Alle, die das absolut nicht interessiert, können ja auf kicker.de gehen und Fussballergebnisse gucken.
Am Dienstag kamen wir also im Städtchen Calobre an. Dann sollten wir auf den Padre warten, bei welchen wir die Woche essen sollten. Wohnen sollten wir aber woanders. Naja, uns wurde dann gesagt, dass der bereits erwähnte Padre in den nächsten 20 Minuten eintreffen sollte. Okay, hätten wir gewusst, dass es sich hierbei um 20 Panama-Minuten handeln sollte, hätten wir in der Zwischenzeit Herr der Ringe oder Ben Hur gucken können. Haben wir aber nicht. Deshalb warteten wir geschlagene zweieinhalb Stunden bis endlich der Padre kam. Wir assen dann mit ihm zu Abend (Hierbei muss erwähnt werden, dass der Padre eine Haushälterin hatte, die recht gut kochen konnte). Später am Abend erfuhren wir dann, wo wir schlafen werden: Bei Checho!
(Es folgt eine kurze Beschreibung von Checho: Checho heisst eigentlich Amparo Pérez, genau wie sein Vater. Er ist 65 Jahre alt, was ihn aber nicht daran hindert, jeden morgen um 5 Uhr aufzustehen, um zur Arbeit auf dem Feld zu gehen. Früher hat Checho geboxt, Baseball gespielt und viel getanzt, heute guckt er nach Feierabend lieber Telenovelas und liest Zeitung. Oder aber er entspannt bei noch mehr Arbeit in seinem Gemüsegarten. Ausserdem ist er einer der liebenswürdigsten Menschen, die wir in Panamá bisher kennen gelernt haben.)
Die folgende Woche, also von Mittwoch bis Mittwoch arbeiteten wir dann auf der Baustelle eines Speisesaals für Kinder in dem die Kinder der Umgebung Sonntags nach der Kirche wenigstens einmal in der Woche etwas Vernünftiges auf die Gabel bekommen. Die Arbeit war ziemlich hart, da sich die Baustelle nicht im Schatten, sondern in der prallen Sonne befand. Dabei dann Löcher für Fundamente auszuheben ist nicht wirklich lustig, aber abends konnten wir dann wenigstens gut einschlafen.
Nach einer Woche Schwitzen, wie ich es im Leben noch nicht getan habe, wurden wir dann von Rafael und Franziska in Richtung unseres ersten Urlaubs in Panama an der Küste abgeholt. Wir kamen dann anch einiger Zeit im Hotel und Ressort „Playa Blanca“ an. Hier erwarteten uns schon Svenja, sowie Timon, der normalerweise in Costa Rica arbeitet, aber seinen Urlaub mit uns in Panama verbrachte.
Der Kontrast zu dem, was wir bisher in Panama erlebt und gesehen hatten, konnte grösser kaum sein: Riesenbuffets, Bars, und Swimmingpools konnten die Unterschiede, die in diesem Land herrschen kaum besser zeigen. Trotz allem muss ich zugeben, dass ich in Playa Blanca, dies für zwei TAge verdrängt habe und wir uns ständig den Bauch vollgeschlagen haben und ständig Cocktails, Bier oder auch mal `ne Cola in den Händen hatten. Franzi machte hier auch Freundschaft mit einem Tukan:

Nach zwei Nächten ging es dann auch schon weiter nach Panama Stadt, wo wir noch in die Migrationsbehörde zwecks unserer Aufenthaltsgenehmigung mussten. Hier trafen wir uns mit Simons Bruder Julian, der im Moment in Panama für die Behörde ANAM arbeitet. Da der Termin in der Migrationsbehörde aber erst am Montag war, konnten wir also das Wochenende mit den Leuten, die wir in Panama-Stadt schon kennen, verbringen. So besuchten wir die Altstadt, die teilweise sehr schön restauriert ist und wo sich auch das Haus des Präsidenten befindet. Aber auch hier zeigt sich PAnama als Land der Kontraste: Nur einige hundert Meter vom Präsidentenhaus beginnt das Ghetto, das nach Einbruch der Dunkelheit mordsgefährlich ist.

Von hier aus hat man jedoch auch einen hervorragenden Blick auf die Skyline von Panama-Stadt:
Zum Abschluss unserer Turisten Führung besuchten wir dann noch den Panama-Kanal. Abends ging es dann in die Diskos der Partystrasse CAlle Uruguay, in der dann wieder Salsa, Merengue und Panama- Raggea bis zum Abwinken angesagt war.
Das mit der Aufenthaltsgenehmigung klappte leider nicht so gut und so verbringen wir seit Montag die Woch in Santiago um Zugriff auf Telefon und Internet zu haben, damit wir uns um die Aufenthaltsgenehmigung kümmern können. Ansonsten ist in den letzten TAgen nicht wirklich viel passiert. Heute Nacht ist dann Timon zurück nach Costa Rica gefahren- wir hoffen, dass wir den Gegenbesuch noch irgendwann antreten können.
Nächsten Montag geht es dann wieder nach Calobre auf die Baustelle, wir melden uns dann in zwei bis drei Wochen wieder.
Ich wünsche allen, die jetzt mit ihrem Studium anfangen viel Erfolg, und allen anderen Gesundheit und gutes Wetter wie in Panama!
Euer Moritz
P.S.: Bevor jemand auf falsche Gedanken kommt: Der Urlaub in Playa Blanca und auch alle anderen Freizeit-Aktivitäten bezahlen wir natürlich aus eigener Kasse- CEPAS oder der Dritte-Welt-Kreis-Panama haben damit nichts zu tun!
Die letzten 2 Wochen…
12 September, 2008
So, nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag an dieser Stelle. Wir sind zwar schon seit knapp einer Woche in Santiago, hatten aber bisher nicht wirklich viel Zeit (und vielleicht auch Lust
), einen Artikel zu schreiben.
Vor zwei Wochen, wurden wir Donnerstag früh abgeholt, um Lorenzo, einen Ingenieur von CEPAS, durch seinen Weg durch die Berge zu den abgelegenen Dörfern, die sich nicht mit dem Jeep erreichen lassen, zu begleiten. Ausgangspunkt sollte Alto Tólica, ein Dorf in dem die Maedels schon seit einiger Zeit arbeiten. Leider hatte das Auto auf dem Weg dann einen Defekt, so dass wir ab Buenos Aires (kennt ihr ja schon), den weiten, beschwerlichen Weg nach Alto Tólica mitsamt Gepaeck und Essen zu Fuss bestreiten mussten. Dieser Weg dauert ohne Gepäck ca. 3 Stunden, mit Gepäck dauerte er 4 Stunden, man klettert da teilweise recht abenteuerlich durch so Bachlaüfe. Doch als ob das nicht gerreicht hätte, fing es auch noch heftigst an zu regnen. Die Regentropfen wurden von solcher Wucht vom Wind auf die Erde geschleudert, so dass diese richtig weh taten. Dazu fiel die Temperatur um jeden Schritt, den wir an Höhenmetern zuruecklegten.
Völlig durchnässt kamen wir dann in Alto Tólica an, wo uns die Mädchen, die uns schon erwarteten, heissen Kakao gemacht hatten. An der Schule von Alto Tólica, in der auch Svenja und Franzi leben, duschten wir dann erstmal. (an eine heisse Dusche ist hier natuerlich nicht zu denken, denn dass Wasser kommt direkt aus den Bergen und hat deshalb auch die Aussentemperatur von ca. 12 Grad. Wenn einem dabei der Wind dabei um die Ohren fegt, da die Dusche oben offen ist, wünscht man sich in diesem Moment nach Deutschland zurueck, wo heisses Wasser kein Problem ist.) Lorenzo und wir rollten dann um halb neun die Isomatten aus, um schlafen zu gehen.- was anderes bleibt einem bei der Dunkelheit und Kälte hier oben eh nicht übrig)
Als der Regen dann aber aufgehoert hatte, wurden wir für die Unannehmlichkeiten des vorigen Tages mehr als entschädigt: Das Gefühl, wie im Flugzeug über den den Wolken zu sein, ist einfach einmalig!!!
Am nächsten Tag starteten wir dann die Wanderung über die Dörfer. Nach zwei Stunden erreichten wir das Dorf Quebrada del Satra, hier gab es nicht, wie teilweise in Buenos Aires, ein einziges Haus aus Stein, alle Menschen hier wohneten in Lehmhuetten, die besseren Huetten hatten wenigstens ein Wellblechdach, der Grossteil der Huetten war jedoch mit einer Art Reet abgedeckt.
Hier waren wir, da eine von CEPAS, auch mit Hilfe des Dritte Welt Kreises Panama errichtete, Wasserleitung, inkl. Wassertanks fuer den Sommer, sowie einer „Reinigungsanlage“, eingeweiht wurde. NAch einigen Stunden, wanderten wir jedoch weiter ins Dorf Las Filipinas, da hier eine Schule steht, in der wir uebernachten konnten. HIer gab es zwar eine Dusche, die funktionierte aber nicht, so das man sich mit einem Eimer und einer Schuessel duschen musste. Wenn alles klappt, werden Simon und ich in den Sommerferien in diesemtotal abgelegen Dorf einen Monat verbringen und bei den BAuarbeiten fuer eine Wasserleitung, sowie (genau wie in Quebrada Sartra) Wassertamks und Filteranlage mithelfen und diese gleichzeitig fuer CEPAS ueberwachen. Wir schliefen dann abends in der Schule, wo uns die zwei Lehrer ein hervorragendes Abendessen machten. Da die Schule Solarpannele hatte, gab es hier Strom, so dass wir mit den Lehrern dann abneds „Indiana Jones“ auf dem Fernseher gucken konnten- ein Hauch von Luxus wehte durch den Raum
Wir hatten grossen Respekt vor den Lehrern, die normalerweise in der Stadt leben und nur alle 2 Wochen nach HAuse koennen um ihre Familien zu besuchen.
Am naechsten morgen machten wir uns dann auf den Weg nach Jemé, einem anderen Dorf, wo auch eine Wasserleitung eingeweiht wurde. NAch der Einweihung und der Messe gab es dann eine Vorfuehrung von Taenzen und Gesaengen der Campesinos.
Nach diesem sehr interassen TAg folgte auch eine interessante Nacht: Wir schliefen das erste Mal in einer Lehmhuette! Ich muss zugeben, dass ich doch ein wenig Angst vor Schlangen und Spinnen hatte, die es hier in den Bergen gibt. Als ich dann jedoch eine Frau sah, die sicherlich schon ueber 80 war, dachte ich mir, dass auch sie in diesem Dorf bisher nichts damit zu tun hatte- dann werde ich auch eine Ancht ueberstehen.
Am Sonntag kehrten wir dann nach Alt Tólica zurueck wo wir die Wooche mit Arbeiten im Schulgarten verbrachten. Dazu gibt es dann in denn naechsten TAgen mehr, da ich auf gut Deutsch jetzt keinen Bock mehr habe, zu schreiben. Dann gibt es auch einen Artikel ueber das was wir im Moment hier in Santiago arbeiten- ich verrate euch schonmal, dass es mit was ganz Suessem zu tun hat- (Ihr könnt ja schonmal raten!)
Bis dahin wünschen wir euch Gesundheit, Glück und Geld,
Moritz und Simon
Tage in Santiago
24 Juli, 2008
Hey Leude. Bin grad am Computer von Cepas und es ist echt geil hier. Die Stadt Santiago steht Kopf weil hier am Wochenende nen riesen Fest mit Stiekampf etc ist. Die lezten Tage haben wir mit Luis, dem Leiter von CÈPAS, sehr sehr nett verbracht. Gestern waren wir das erste mal mit 2 anderen Leuten von Cepas bei einer Besprechung von Bauern in einem sehr aermlichen Dorf. War sehr interessant. Haben dort einheimisches Essen bekommen was echt sehr okay ist besonders das Fleisch aber ich denke es wird noch schlimmer! Reis ist gut. Dann haben die Bauern uns noch an einer Flaeche die Nutzung von Feldern erklaert und was sie so alles anpflanzen. Von wegen keine 3 Felder Wirtschaft, der Boden ist so schlecht (sehr rot ) das man erstmal Planzen die dann zum Duengen genommen werden anbauen muss. Dann haben wir uns auch die ersten Nassreisfelder angeschaut, die wir ab Montag in einem Bergdorf anlegen sollen. Sieht echt ganz toll aus besonders weil hier alles mega gruen ist und super viel im Moment waechst da Regenzeit ist. Haben auch schon ein echtes Gewitter mit Hyperregen mitbekommen. Hab ich gefilmt! Ansonsten waren wir schon im Radio, da der Sender direkt unter den Bueros von CEPAS ist und wir mal reingeschneit sind. Hab auch schon meine lieblingsmusik! Samir y Sandra. Die beiden treten auch auf dem Fest auf. Na ja habe nicht mehr so lust zu schreiben da es viel cooler ist hier Eindruecke zu Sammeln. Ach ja wir entwickeln uns zu echten Taenzern. Schon wieder sind wir tanzen gewsen, aber diesmal typisch Einheimisch. Wurden bei so einer Vorfuehrung gestern und Vorgestern auf die Buehne gezogen und mussten uns zum Affen machen, wobei Luis sich vor lachen den Bauch hielt und sein Gesicht hell strahlte. Das erste mal haben wir Kongo getazt… mit so ehemaligen Kanalarbeiter Familien also Africanern. Am naechsten Tag dann mit UE 60 einheimiscen Damen classico. Aber die Leute sagen wir Tanzen sehr gut…. Abend gehn wir meistens mit Luis und der Familie von Jose Essen. Ach ihr wisst nich er Jose ist.. erzeahl ich mal wenn ich Zeit hat oder Moritz macht das heude abend vom Hotel aus. Na ja so weit alles cool! Schoene warme Gruesse die frischen Mangos rufen!
Angekommen in Santiago
22 Juli, 2008
Hey Leude,
Gestern Nacht sind wir nach 4 Stunden Fahrt ueber die Panamericana in Santiago, dem Standort con CEPAS angekommen. Das Hotel ist sehr gut mit Klimaanlage etc und eigenen Duschen. Die Leuten von CEPAS bei denen wir grad im Buero sizten sind auch super nett. War ein sehr herzlicher Emfang. Lassen nochmal was von uns hoeren haben jetzt nicht so viel Zeit und ich glaube es gibt Internet im Hotel! Alle wohl auf nur Svenja is ein bischen Krank, Grippe wird es sein aber das wird schon. Bis dahin


