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Gu’n Tach!

Jetzt also die Fortsetzung des Artikels von Gestern.

Am Freitag abend stiegen wir dann um 11 Uhr in den Bus Richtung Bocas del Toro. Es war natürlich den ganzn Tag warm und so setzten wir uns also sommerlich gekleidet in T-Shirt und kurzer Hose in den Bus. Mit dem Gedanken, dass Panamaer sowieso gar nicht wissen, was kalt ist, ignorierten wir die Warnung, dasss wir uns lieber lange Sachen anziehen sollten. Ein fataler Fehler! Die Situation war dann nämlich folgende: Alle Busreisenden nehmen Jacken, Pullover und Decken mit, da der Fahrer, während draussen angenehme 25 Grad herrschen, die Klimaanlage auf herbstliche 17 Grad einstellt. Alle finden es also zu kalt, die Klimaanlage wird aber trotzdem benutzt, nur um zu zeigen, dass man eine hat. Ein Irrsinn. Gleichzeitig versüssten uns die drei Busfahrer, die sich alle 2 Stunden abwechselten, auch die Busfahrt mit ihren kindischen Aktionen, die in Deutschland bei den meisten Reisunternehmen wahrscheinlich eineige Konsequenzen haben würden:

1. Alle Reisenden und zwei der drei Busfahrer sind nach einer Pause schon wieder im Bus. Die zwei machen sich einen Spass daraus, schonmal loszufahren, so dass der andere hinter dem Bus herrennen muss.

2. All drei Busfahrer sitzen vorne. Einer verliert um ca. 3:30 Uhr sein Handy in der Dunkelheit des Busses. Alle Passagiere schlafen. Im GESAMTEN Bus wird daraufhin Festbeleuchtung angeschaltet, damit der Fahrer vorne sein Handy wiederfinden kann.

3. Die Busfahrer machen wahrend der Fahrt Scherzanrufe bei Freunden.

4. Der Bus kommt auf der Landstrasse an einem Haus eines Freundes der Busfahrer vorbei. Es wird mitten auf der Strasse angehalten, alle Fahrer steigen aus, machen Klingelmannchen.

Dann konnte die Fahrt auch schon bis zum Bootsanlegepunkt Almirante weitergehen. Um ca. 5:30 dort angekommen, nehmen wir uns ein Boot um 7 Uhr zur Hauptinsel des dortigen Archipels, Isla Colon.

Dort angekommen, werden wir dann direkt von mehreren Leuten empfangen, die uns in dem typischen Dialekt begruessen und uns ganz viele Hostels und Hotels empfehlen, die alle gleichzeitig die billigsten und tollsten sind. Hierbei gerieten wir an „Snoop Carribean“, der nach eigener Aussage wie der Rapper Snoop Dogg aussieht, aber eben nicht aus den USA sondern aus der Karibik kommt. Toller Kuenstlername. Er zeigte uns dann das angesagte Surferhostal „Mondo Taitu“, jedoch waren uns 12 Dollar die Nacht zuviel. So mieteten wir uns im Hostal „The Hostal“ ein, wo man fuer lediglich 8 Dollar die Nacht naechtigen konnte. Die sintflutartigen Regenfaelle wurden indes immer staerker und wir machten zusammen mit dem, schon in Santiago zu uns gestossenem, Julian eine Erkundungstour ueber die Insel, auf der wir feststellten, dass der erste Stock des Mondo Taitu abgesoffen war. Glueck gehabt. An dem Tag brachen dann auch Telefon und Internet zusammen und so konnte kein Tourist mehr Geld holen, noch funktionierte das Handy. Zum Glück war aber immer genügend von allem auf der Insel vorhanden, sodass es keine schlimmeren Vorfälle gab. Schlimmer war wohl die Situation für die indigene Bevölkerung in den abseits gelegenen Gebieten an der Küste Panamas.

In den naechsten Tagen wurde dann auch schnell klar, dass die Strassen, die die Küsten mit der Interamricana und damit der Zivilisation verbinden, alle zerstoert und der Grenzübergang nach Costa Rica nicht mher befahrbar war. So war unser Urlaub nach Costa Rica gestorben und Timon, der zwischenzeitlich noch dazugestossen war, konnte uns leider, leider nicht mehr „sein“ Costa Rica zeigen.

Nach ungefähr 3 TAgen hörte dann endlich der Regen auf und wir konnten die „Postkartenkaribik“ geniessen. Zu allem Überdruss wurden Simon und mir dann leider noch die Kameras geklaut, was den Urlaub dann doch etwas schmälerte und diesem Artikel seine Farblosigkeit verleiht.

Am Sonntag nahmen wir dann das Flugzeug als einzigen Ausweg von der Insel nach Panama Stadt.

Hier machen wir jetzt das vom BMZ vorgeschriebene Zwischenseminar. HAute morgen waren wir beim Botschafter von Deutschland in Panama und haben mit ihm über die eventuelle Finanzierung eines Aguäduktes für das Dorf Las Filipinas gesprochen, welche Errichtung wir mit überwachen sollen.

So, dann bleibt mir jetzt nur noch, auf unsere neue Rubrik aufmerksam zu machen: Song des Monats, wo ihr euch immer ein Stück Panama nach Hause holen könnt.

Eine weitere schöne Vorweihnachtszeit und einen dicken Stiefel wünscht euch

Moritz

¡Buenas!

Ja, was haben wir in den letzten Wochen so getrieben? Alle, die das interessiert, sollten jetzt weiterlesen. Alle, die das absolut nicht interessiert, können ja auf kicker.de gehen und Fussballergebnisse gucken.

Am Dienstag kamen wir also im Städtchen Calobre an. Dann sollten wir auf den Padre warten, bei welchen wir die Woche essen sollten. Wohnen sollten wir aber woanders. Naja, uns wurde dann gesagt, dass der bereits erwähnte Padre in den nächsten 20 Minuten eintreffen sollte. Okay, hätten wir gewusst, dass es sich hierbei um 20 Panama-Minuten handeln sollte, hätten wir in der Zwischenzeit Herr der Ringe oder Ben Hur gucken können. Haben wir aber nicht. Deshalb warteten wir geschlagene zweieinhalb Stunden bis endlich der Padre kam. Wir assen dann mit ihm zu Abend (Hierbei muss erwähnt werden, dass der Padre eine Haushälterin hatte, die recht gut kochen konnte). Später am Abend erfuhren wir dann, wo wir schlafen werden: Bei Checho!
(Es folgt eine kurze Beschreibung von Checho: Checho heisst eigentlich Amparo Pérez, genau wie sein Vater. Er ist 65 Jahre alt, was ihn aber nicht daran hindert, jeden morgen um 5 Uhr aufzustehen, um zur Arbeit auf dem Feld zu gehen. Früher hat Checho geboxt, Baseball gespielt und viel getanzt, heute guckt er nach Feierabend lieber Telenovelas und liest Zeitung. Oder aber er entspannt bei noch mehr Arbeit in seinem Gemüsegarten. Ausserdem ist er einer der liebenswürdigsten Menschen, die wir in Panamá bisher kennen gelernt haben.)
Die folgende Woche, also von Mittwoch bis Mittwoch arbeiteten wir dann auf der Baustelle eines Speisesaals für Kinder in dem die Kinder der Umgebung Sonntags nach der Kirche wenigstens einmal in der Woche etwas Vernünftiges auf die Gabel bekommen. Die Arbeit war ziemlich hart, da sich die Baustelle nicht im Schatten, sondern in der prallen Sonne befand. Dabei dann Löcher für Fundamente auszuheben ist nicht wirklich lustig, aber abends konnten wir dann wenigstens gut einschlafen.

Nach einer Woche Schwitzen, wie ich es im Leben noch nicht getan habe, wurden wir dann von Rafael und Franziska in Richtung unseres ersten Urlaubs in Panama an der Küste abgeholt. Wir kamen dann anch einiger Zeit im Hotel und Ressort „Playa Blanca“ an. Hier erwarteten uns schon Svenja, sowie Timon, der normalerweise in Costa Rica arbeitet, aber seinen Urlaub mit uns in Panama verbrachte.
Der Kontrast zu dem, was wir bisher in Panama erlebt und gesehen hatten, konnte grösser kaum sein: Riesenbuffets, Bars, und Swimmingpools konnten die Unterschiede, die in diesem Land herrschen kaum besser zeigen. Trotz allem muss ich zugeben, dass ich in Playa Blanca, dies für zwei TAge verdrängt habe und wir uns ständig den Bauch vollgeschlagen haben und ständig Cocktails, Bier oder auch mal `ne Cola in den Händen hatten. Franzi machte hier auch Freundschaft mit einem Tukan:

Nach zwei Nächten ging es dann auch schon weiter nach Panama Stadt, wo wir noch in die Migrationsbehörde zwecks unserer Aufenthaltsgenehmigung mussten. Hier trafen wir uns mit Simons Bruder Julian, der im Moment in Panama für die Behörde ANAM arbeitet. Da der Termin in der Migrationsbehörde aber erst am Montag war, konnten wir also das Wochenende mit den Leuten, die wir in Panama-Stadt schon kennen, verbringen. So besuchten wir die Altstadt, die teilweise sehr schön restauriert ist und wo sich auch das Haus des Präsidenten befindet. Aber auch hier zeigt sich PAnama als Land der Kontraste: Nur einige hundert Meter vom Präsidentenhaus beginnt das Ghetto, das nach Einbruch der Dunkelheit mordsgefährlich ist.

Von hier aus hat man jedoch auch einen hervorragenden Blick auf die Skyline von Panama-Stadt:

Zum Abschluss unserer Turisten Führung besuchten wir dann noch den Panama-Kanal. Abends ging es dann in die Diskos der Partystrasse CAlle Uruguay, in der dann wieder Salsa, Merengue und Panama- Raggea bis zum Abwinken angesagt war.

Das mit der Aufenthaltsgenehmigung klappte leider nicht so gut und so verbringen wir seit Montag die Woch in Santiago um Zugriff auf Telefon und Internet zu haben, damit wir uns um die Aufenthaltsgenehmigung kümmern können. Ansonsten ist in den letzten TAgen nicht wirklich viel passiert. Heute Nacht ist dann Timon zurück nach Costa Rica gefahren- wir hoffen, dass wir den Gegenbesuch noch irgendwann antreten können.

Nächsten Montag geht es dann wieder nach Calobre auf die Baustelle, wir melden uns dann in zwei bis drei Wochen wieder.

Ich wünsche allen, die jetzt mit ihrem Studium anfangen viel Erfolg, und allen anderen Gesundheit und gutes Wetter wie in Panama!

Euer Moritz

 

P.S.: Bevor jemand auf falsche Gedanken kommt: Der Urlaub in Playa Blanca und auch alle anderen Freizeit-Aktivitäten bezahlen wir natürlich aus eigener Kasse- CEPAS oder der Dritte-Welt-Kreis-Panama haben damit nichts zu tun!

Hola,

Unser erster ganzer Tag in Panama war einfach richtig geil. Haben, als wir angekommen sind, zwei Ammis getroffen, Al und Gerrad, die echt mega korrekt sind und bei uns im Hostel wohnen. Die beiden haben Mittags angekuendigt, was mit uns zu machen aber dazu spaeter mehr. Den Tag haben wir damit verbracht Isomatten fuer unseren Aufenthalt in den Bergen von Veraguas zu suchen. Wir fuhren hier am Hostel also mit dem Taxi zur ersten Mall. Das krasse war, dass die Taxis hier nur 3$ kosten… Krass ne.

Also in der ersten Mall haben wir dann alle nach geeigneten Matten geschaut aber Fahlanzeige, stattdessen haben wir uns bei Subway den Wanst vollgeschlagen und sind dann mit dem Taxi ab zur naechsten Mall, wo es leider ausser  den selben Geschaeften nichts mehr gab. Also die totale Ernuechterung, die nur von der Stadtrundfahrt mit dem Taxi und dem Blick auf den Strand gebrochen wurde. Aber wir hatten trotzdem Spass nur muessen wir jetzt mal rausfinden wo wir die scheiss Matten herbekommen sonst haben wir ein Problem.

 Dann am Abend haben wir noch Bier gekauft! Natuerlich Becks… was es hier im Supermarkt gibt und noch nen 6 Pack einheimisches Bier was auch echt gut ist und uns auf den Balkon gechillt. Nach kurzer Zeit kamen dann Al und Garrad und haben gesagt, dass wir Abends noch inne Bar wollen und sie uns jetzt Salsa und Merengue beibringen damit wir auch Tanzen koennen. Also gesagt getan mit viel Bier haben wir dann tanzen gelernt was echt Bock gemacht hat. Die Maedels haben dass aber besser kapiert aber wir haben es auch schwerer da wir fuehren muessen! Dann gings ab mit dem Taxi  zu sonner Disco und Bar Meile wo wir dann in eine Salsa Bar sind und unser koennen presentierten. Am Anfang noch recht verklemmt haben wir noch nichts gerissen aber spaeter haben wir die Tanzflaeche ordentlich gerockt und sogar nen bisschen Applaus geerntet. Voellig fertig von 3 Stunden Hardcore Salsa sind wir dann zurueck und direkt pennen gegengen! Echt ein geiler Tag!

Bis Dahin,

Simon & Moritz

Gruesse auch von Svenja und Franzi

Angekommen…

19 Juli, 2008

Hola hombres y chicas!!!

Gestern abend um 9.40 sind wir nach 18 Stunden Flug gelandet. Nachdem in Frankfurt die Catering-Firma gestreikt hatte, sind wir dort erst mit rund einer Stunde Verspaetung gestartet, was uns am Flughafen in Newark ein wenig Stress einbrachte.

Die MAschine von Frankfurt nach Newark war von der Ausstattung her der Hammer: Man konnte in einem kleinen Monitor, der vor einem in den Kopfstuetzen angebracht war Filme gucken, Musik hoeren und zocken- Bei einem Programm konnte Simon sogar sein Spanisch etwas trainieren. Er beherrscht mitlerweile die Zahlen bis 100!!! Na Ja also der erste Flug war echt mega entspannt, jedoch dann bei der Einreise ins Amiland wurde es stressig, nachdem wir die ueblichen Einreispapiere ausgefuellt hatten und die Kontrolle hinter uns hatten, wurde das Gepaeck einfach irgend wo angenommen, und wir mussten zum Schalter, alles sehr wirsch aber es hat ja geklapt.

Der Flug dann weiter nach Panama hatte dann auch ein bischen Verspaetung und wir hatten noch Zeit fuer ne American Pizza. Dieser Flug war nicht so komfortabel aber auch okay. Hier lernten wir noch einen gebuertigen Hawaiianer kennen mit dem wir uns, da er schon oefters mal in Panama war, gut unterhalten konnten. Moritz und Franzi holten sich zwischendurch nochmal ne Muetze Schlaf, und Svenja, die weiter vorne sass, schlief auch den ganzen Flug. Bei dem Gespraech hatte Simon erfahren wo man gut Surfen koenne und hatte dem Mann ein dickes Kotlett ueber Gott und die Welt angeschwazt. Dies mit dem vielen Reden hielt aber nicht lange an kaum in Panama gelandet, konnte er ja mit seinem sehr sehr duerftigen Spanisch nichts mehr anfangen.

Am Flughafen von Panama City wurden wir von Luis Batista, dem Chef von CEPAS und zwei Freunden abgeholt. Als wir aus dem Flughafen kamen, wurden wir von der schwuelen Hitze fast erschlagen (28 Grad um halb elf und 80% Luftfeuchtigkeit sind nicht wirklich mitteleueopaeisches Klima, an das wir gewoehnt sind.)
Wir wurden dann ins Hostel „Anitas Inn“ gefahren, das zwar schlicht ist, aber gute Ventilatoren hat. Hier angekommen gingen wir noch in ein 24h-Einkaufsladen, auf dem Weg dorthin, wurden Franzi und Svenja mehrere Male angehupt, bzw. wurde ihnen nachgepfiffen. Heute morgen wurden wir dann von der Hochhaus-Baustelle gegenueber und der staendigen Huperei, die hier ueblich ist, geweckt. Dass das Hinterherpfeifen hier Gang und Gebe ist beobachteten Moritz und Simon beim KArtenspielen auf dem Balkon mit Blick auf die BAustelle- wirklich jeder Frau unter 30 wird hier von mindestens 10 Maennern hinterhergepfiffen oder auch mal vom vorbeifahrenden Taxi angehupt. Sehr amuesant.
Das waere es dann fuers erste, Fotos kommen irgendwann mal noch.
Mit besten Gruessen aus Panama Ciudad,
Moritz & Simon