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Gu’n Tach!

Jetzt also die Fortsetzung des Artikels von Gestern.

Am Freitag abend stiegen wir dann um 11 Uhr in den Bus Richtung Bocas del Toro. Es war natürlich den ganzn Tag warm und so setzten wir uns also sommerlich gekleidet in T-Shirt und kurzer Hose in den Bus. Mit dem Gedanken, dass Panamaer sowieso gar nicht wissen, was kalt ist, ignorierten wir die Warnung, dasss wir uns lieber lange Sachen anziehen sollten. Ein fataler Fehler! Die Situation war dann nämlich folgende: Alle Busreisenden nehmen Jacken, Pullover und Decken mit, da der Fahrer, während draussen angenehme 25 Grad herrschen, die Klimaanlage auf herbstliche 17 Grad einstellt. Alle finden es also zu kalt, die Klimaanlage wird aber trotzdem benutzt, nur um zu zeigen, dass man eine hat. Ein Irrsinn. Gleichzeitig versüssten uns die drei Busfahrer, die sich alle 2 Stunden abwechselten, auch die Busfahrt mit ihren kindischen Aktionen, die in Deutschland bei den meisten Reisunternehmen wahrscheinlich eineige Konsequenzen haben würden:

1. Alle Reisenden und zwei der drei Busfahrer sind nach einer Pause schon wieder im Bus. Die zwei machen sich einen Spass daraus, schonmal loszufahren, so dass der andere hinter dem Bus herrennen muss.

2. All drei Busfahrer sitzen vorne. Einer verliert um ca. 3:30 Uhr sein Handy in der Dunkelheit des Busses. Alle Passagiere schlafen. Im GESAMTEN Bus wird daraufhin Festbeleuchtung angeschaltet, damit der Fahrer vorne sein Handy wiederfinden kann.

3. Die Busfahrer machen wahrend der Fahrt Scherzanrufe bei Freunden.

4. Der Bus kommt auf der Landstrasse an einem Haus eines Freundes der Busfahrer vorbei. Es wird mitten auf der Strasse angehalten, alle Fahrer steigen aus, machen Klingelmannchen.

Dann konnte die Fahrt auch schon bis zum Bootsanlegepunkt Almirante weitergehen. Um ca. 5:30 dort angekommen, nehmen wir uns ein Boot um 7 Uhr zur Hauptinsel des dortigen Archipels, Isla Colon.

Dort angekommen, werden wir dann direkt von mehreren Leuten empfangen, die uns in dem typischen Dialekt begruessen und uns ganz viele Hostels und Hotels empfehlen, die alle gleichzeitig die billigsten und tollsten sind. Hierbei gerieten wir an „Snoop Carribean“, der nach eigener Aussage wie der Rapper Snoop Dogg aussieht, aber eben nicht aus den USA sondern aus der Karibik kommt. Toller Kuenstlername. Er zeigte uns dann das angesagte Surferhostal „Mondo Taitu“, jedoch waren uns 12 Dollar die Nacht zuviel. So mieteten wir uns im Hostal „The Hostal“ ein, wo man fuer lediglich 8 Dollar die Nacht naechtigen konnte. Die sintflutartigen Regenfaelle wurden indes immer staerker und wir machten zusammen mit dem, schon in Santiago zu uns gestossenem, Julian eine Erkundungstour ueber die Insel, auf der wir feststellten, dass der erste Stock des Mondo Taitu abgesoffen war. Glueck gehabt. An dem Tag brachen dann auch Telefon und Internet zusammen und so konnte kein Tourist mehr Geld holen, noch funktionierte das Handy. Zum Glück war aber immer genügend von allem auf der Insel vorhanden, sodass es keine schlimmeren Vorfälle gab. Schlimmer war wohl die Situation für die indigene Bevölkerung in den abseits gelegenen Gebieten an der Küste Panamas.

In den naechsten Tagen wurde dann auch schnell klar, dass die Strassen, die die Küsten mit der Interamricana und damit der Zivilisation verbinden, alle zerstoert und der Grenzübergang nach Costa Rica nicht mher befahrbar war. So war unser Urlaub nach Costa Rica gestorben und Timon, der zwischenzeitlich noch dazugestossen war, konnte uns leider, leider nicht mehr „sein“ Costa Rica zeigen.

Nach ungefähr 3 TAgen hörte dann endlich der Regen auf und wir konnten die „Postkartenkaribik“ geniessen. Zu allem Überdruss wurden Simon und mir dann leider noch die Kameras geklaut, was den Urlaub dann doch etwas schmälerte und diesem Artikel seine Farblosigkeit verleiht.

Am Sonntag nahmen wir dann das Flugzeug als einzigen Ausweg von der Insel nach Panama Stadt.

Hier machen wir jetzt das vom BMZ vorgeschriebene Zwischenseminar. HAute morgen waren wir beim Botschafter von Deutschland in Panama und haben mit ihm über die eventuelle Finanzierung eines Aguäduktes für das Dorf Las Filipinas gesprochen, welche Errichtung wir mit überwachen sollen.

So, dann bleibt mir jetzt nur noch, auf unsere neue Rubrik aufmerksam zu machen: Song des Monats, wo ihr euch immer ein Stück Panama nach Hause holen könnt.

Eine weitere schöne Vorweihnachtszeit und einen dicken Stiefel wünscht euch

Moritz

Das Letzte…

16 November, 2008

Mahlzeit! (oder auch ¡Buenas!, wie der Panamaer zu sagen pflegt)
So, was haben wir in den letzten 14 Tagen denn so getrieben?
Das Wochenende und den darauffolgenden Monatg verbrachten wir also in Santiago, um etwas vom Nationalfeiertag am 3. November sowie dem Jahrestag der Einführung der panamaischen Flagge am 4. November mitzukriegen. DIese beiden Tag bilden somit den Start vom „Mes de la Patria“ , also dem „Monat des Vaterlandes/der Heimat“. 
Während unser Nationalfeiertag, der 3. Oktober, ja nicht besonders gefeiert wird und ausser der Ansprache des Präsidenten auch nicht mehr Worte darüber verloren werden, sieht das hier ganz anders aus:
Auf der Haupstrasse fand eine grosse Parade statt und jede Schule, Hochschule etc. hat eine Musikkappelle sowie einige Schüler, die marschieren, dabei. Jedes Restaurant, jede Bank, einfach alles ist mit der panamaischen Flagge geschmückt. Abends platzen die Bars und Diskos aus allen Nähten. Wir schauten uns natürlich die Parade an und abends ging es dann auch für uns nochmal ausser Haus.
Am Dienstag morgen, als der Grossteil der Stadtbewohner noch vermutlich mit einem ordentlichen Kater im Bett lag, ging es für uns dann nach Alto Tólica, um an der neu errichteten Schule einige Aubesserungsarbeiten  durchzuführen. So fehlte an einigen Teilen der Schule noch der Anstrich. Leider gestaltete sich schon die Anreise sehr schwierig, da ein Erreichen der Schule mit Jeep durch die vorrangegegangenen Regenfälle unmöglich geworden war. So mussten wir erst einmal die drei Stunden Aufstieg  in Kauf nehmen.
Der weisse Punkt zwischen den beiden Wolken ist übrigens die Schule.
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Dort oben strichen wir dann an und besserten den Speiseraum aus. Wie zu erwarten, war es wieder sehr kalt (okay, nicht wie in Deutschland, dafür gibt es auch keine Heizung oder richtige Fenster) und nebelig, was uns aber nicht daran hinderte, Franzis Geburtstag zu feiern und eine Flasche Sekt aufzumachen. Da die Abende dort doch recht einsam sind, vertrieben wir uns die Zeit mit dem Spiel Domino, welches die Panamaer sehr lieben und in vielen verschiedenen Versionen spielen. Auch mit Vitaminen konnten wir uns gut versorgen, da die Orangenbäume der indigenen Familie neben der Schule in voller Frucht standen. Wir erstanden ca. 100 Orangen zum Stückpreis von einem Cent. Diese Orangen waren zwar etwas kleiner als die, die wir in Deutschland gewohnt waren aber für den kleinen Snack zwischendurch und für Chichas (sowas wie eine Limonade) sehr lecker.
In Alto Tólica wurden einem dann auch wieder die Umstände bewusst unter denen die Menschen dort leben. Hier zum Beispiel ein typisches Wohnhaus einer Ngöbe-Familie.
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Auf dem Rückweg trafen wir auch zwei Jungs von ca. 8/9 Jahren, von denen einer ein schweres Brett auf der Schulter trug und sich damit den steilen Berg hochquälte. Wenig später trafen wir auch auf dem Weg eineen Mann mit seinem Sohn, die ihre schwer beladenen Pferde durch die Berge führten. Wenn man daran denkt, wie einfach das Leben besonders auch für die Kinder in Deutschland ist, tun einem die Kinder in den Bergen schon ziemlich leid.

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Am Samstag verliessen wir dann Alto Tólica wieder (natúrlich zu Fuss, jedoch wurden wir auf halber Strecke von einem Mitarbeiter von CEPAS mit den Jeep angeholt), um den nächsten wichtigen Tag im Mes de la Patria zu erleben. Am 9. November findet in Santiago das Fest anlässlich des Grito statt, also der Jahrestag des Tages, an dem die Nachricht der Unabhängigkeit in Santiago angekommen ist. So hat jede Stadt noch ein weiteres Fest und der Panamaer eine weitere Möglichkeit sich einen Tag frei zu nehmen. ( JA, die Panamaer sind sehr fantasievoll, wenn es darum geht, sich Feiertage auszudenken)An diesem TAg reisen die Gruppen anderer Städte in die jeweiligen Städte mit und so dauert die PArade von morgens um 10 bis nachts um 2- das guckt sich natürlich keiner komplett an. Hier noch ein Paar Eindrücke vom Grito.

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Viele Leute hatten sich gegen die Sonne auch Regenschirme mitgebracht…

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…die man später auch in ihrem ursprünglichen Sinn wieder einsetzen konnte:

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Das einzige Foto, das man erhaschen konnte, auf denen keine Regenschirme drauf waren:

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Nach den ganzen Festlichkeiten hatten wir eigentlich vor, Dienstag mit dem Ingeneur Lorenzo von CEPAS in ein Haus in den Bergen in der Nähe von Santa Fé zu fahren, um dort einige Reparaturen durchzuführen. Da Lorenzo jedoch krank wurde, (warscheinlich durch das kalte Klima in Alto Tólica) verbrachten wir die Woche in Santiago und halfen, ein wenig eigennützig, bei der Errichtung eines Schlafraumes im Casa EnergySol Berlin für uns. In diesem Haus werden sonst Solarlampen gebaut, jedoch ist das Haus so gross, dass eine Schlafkammer mit Kochecke für uns kein Problem darstellt. Also halfen wir die Gräben für die Wasserleitungen zu graben und diese zu verlegen etc.  Es gab viel zu tun wie das bei einem Umzug nunmal so ist.

Morgen, Montag, geht es dann mit Lorenzo Richtung Santa Fé wo wir dann die Reperaturen anfangen werden.

Bis dahin  und Hasta Luego

Simon und Moritz

Calobre III

2 November, 2008

¡Buenas!

Nach genau zwei Wochen gibt es jetzt mal wieder ein Lebenszeichen von uns, nachdem wir zum vorläufig letztem Mal für zwei Wochen in Calobre auf der Baustelle des Speisessaals für die Kinder der Umgebung waren.

Ehrlich gesagt, so besonders viel gibt es dieses Mal gar nicht zu berichten. So wurden in den letzten zwei Wochen die Mauern hochgezogen sowie die Eckpfeiler und Rahmen für Fenster und Türen gegossen. So können in der nächsten Woche dann von einer Firma die Stromkabel und Wasserleitungen verlegt werden, dann das Dach drauf und (fast) fertig.

Nach einigen Tagen auf der Baustelle musste Moritz für drei Tage ausssetzen, da  er eine Entzündung im Ohr hatte. Darufhin suchte er dann das örtliche Centro de Salud, das Gesundheitszentrum, auf, wo er dann für 1 Dollar Behandlung und 45 cent für Ohrentropfen und Schmerztabletten im Vergleich zu deutschen Verhältnissen gut davongekommen ist.

Während der Arbeit war es oft sehr lustig, doch auch so manches Mal muss man sich ziemlich zusammenreissen bei der Hitze zu arbeiten. Hier nochmal ein Foto von den Leuten der Baustelle

 

Da wir in der Nähe der örtlichen Kneipe gewohnt haben, ist uns eine Sache echt sehr stark aufgefallen: Einige der Campesinos fanden sich schon ab 12 Uhr zum trinken ein wo sie dann bis zum Nachmittag fröhlich zechten. Bei einigen Gesprächen mit Leuten über dieses Problem, wurde uns gesagt, dass dies auf dem Land in manchen Familien leider schon ein grosses Problem darstelle und oft die Frauen das Geld für die Familien verdienen müssen, da die Ehemänner ihren Anteil fast komplett, man kann es nicht anders sagen, versaufen. Man muss aber dazu sagen, dass der Grossteil der schon aus ordentlichen Menschen besteht, die hart arbeiten und gut für ihre Familie sorgen.

Am letzten Tag unseres Aufenthalts nahmen wir uns dann nochmal frei um uns von unserem Hausherrn Checho seine Finca zeigen zu lassen, die er zusammen mit seinen Geschwistern bewirtschaftet. Eine Finca ist in diesem Falle übrigens kein Landhaus auf Mallorca, sondern einfach ein Sammelbegriff für Felder, Kuhweide etc.

So zeigte er uns seine Kühe und die Felder, auf denen im Sommer Wassermelonen angebaut werden.

  Jetzt sind wir wieder in Santiago um morgen den Unabhängigeitstag mitkriegen zu können. Dienstag geht es dann für ein Paar Tage nach Alto Tolica, wo wir den Speisesaal der Schule ausbessern werden.

 

Bis dahin,

 

Simon & Moritz

¡Ay, Plomo!

19 Oktober, 2008

¡Hola!

Nach zwei Wochen ohne Internet gibt es jetzt mal wieder ein Lebenszeichen von uns!

Im Moment sind wir mal wieder für ein Wochenende in Santiago,  um nach den vergangenen zwei Wochen ein Paar Besorgungen machen zu können und natürlich unseren treuen Lesern neuen Lesestoff zugeben.

Die vergangenen zwei Wochen arbeiteten wir wieder im Städtchen Calobre auf der Baustelle (siehe letzter Artikel). Der härteste Teil, das Ausheben der Löcher für die Fundamente, war jetzt glücklicherweise geschafft, sodass es jetzt schon an das Ausgiessen mit Beton ging und die ersten Mauern hochgezogen werden konnten.  

Auf der Baustelle ging es eigentlich immer recht lusig zu, was natürlich an den netten Arbeitern wie auch an dem ein oder andern freiwilligen Helfer lag. Die Besetzung der Arbeiter variierte stets, da der Padre einige Leute beschäftigte, die aber nicht immer auf der Baustelle eingesetzt wurden.  Jedoch waren der Ingenieur Valentin und einige andere Helfer immer da. In den zwei Wochen Arbeit lernten wir diese Leute so gut kennen, dass wir auch nach der Arbeit in Kontakt standen und uns zum Beispiel zum fussballspielen am Abend trafen. Das lustige an dem Dorf Calobre ist, dass es mit etwas über 3000 Einwohnern über ca. 10 Fussbalteams verfügt, also ein recht fussballbegeistertes Dorf ist. Jeden Sonntag werden dann am örtlichen Platz Spiele zwischen den Mannschaften ausgetragen und wer nicht gerade spielt, der schaut eben zu.

Wie gesagt, wurde auf der Baustelle auch viel gelacht und darüber diskutiert, wer der angeblich faulste Arbeiter ist und deshalb den Spitznamen „Plomo“ tragen sollte.

Weiterhin haben wir wieder einige Bräuche der Panamaer mitbekommen, wie zum Beispiel einmal, als einer der Bauarbeiter seine Arbeiter einfach liegen liess als ein Leguan auf der Baustelle zu sehen war, und diesen fing um ihn abends zu essen. Uns wurde auch etwas angeboten, jedoch sah uns die ganze Sache nicht sehr bekömmlich aus, und da diese Tiere in Panama unter Schutz stehen und deshalb auch das frittieren derselben verboten ist, wollten wir uns nicht straffällig machen, wo wir doch jetzt endlich unsere Aufenhaltsgenemigung besitzen.

Das Wetter in den lezten Wochen war leider entsprechend der Regenzeit sehr nass was die Arbeit auf der Baustelle zum einen erleichtert hat, da bei grosser Hitze die Arbeit schwerer fällt als bei Nieselregen (oder bei zu starkem Regen ein Pause eingelegt werden muss), zum andern jedoch auch erschwert, da es wirklich sehr matschig war und die Schubkarren öffters mal im Schlamm stecken geblieben sind.  Nachts war man dann auch froh wenn man eine dickere Decke zur Verfügung hatte und der Ventilator mal ausgeschaltet blieb.

Die Abende in Calobre verbrachten wir meistens mit Ausruhen von der doch schon körperlich anstregenden Arbeit vor dem Häuschen in dem wir unsere Schlafgelegenheit hatten. Von dort aus hatte man eine gute Aussicht auf die Geschehnisse des Dorfes und ab und zu auch auf die Leute in der Kneipe die auch gern unter der Woche mal einen über den Durst trinken. Wenn wir uns dann zeitig zu Bett legten, konnten wir begleitet durch die Musik (meistens Tipico) dann langsam in den Schlaf dämmern.

Zur allgemeinen Situation von uns kann man sagen (wichtig besonders für alle Eltern und Svenja), dass es uns sehr gut geht, dass wir uns über jeden Brief der uns in Calobre übermittelt wird sehr freuen (besonders über die Gerüchteküche in Herdecke). Auch die Emails oder Kommentare hier im Blog vom fernen Herdecke (und Umgebung) sind immer eine grosse Freude.

Morgen geht es wieder für 2 Wochen nach Calobre den Bau in die Höhe treiben.

Viel mehr gibt es jetzt auch nicht ,ehr zu schreiben, wir melden uns in ca. zwei Wochen wieder,

Sonnige Grüsse

Simon & Moritz

P.S.: Endlich haben wir jetzt auch unsere Aufenthaltsgenehmigungen- wir verstehen zwar mittlerweile überhaupt nicht mehr, warum das vorher nicht klappte, Hauptsache ist, dasss wir die Papiere jetzt haben.

¡Buenas!

Ja, was haben wir in den letzten Wochen so getrieben? Alle, die das interessiert, sollten jetzt weiterlesen. Alle, die das absolut nicht interessiert, können ja auf kicker.de gehen und Fussballergebnisse gucken.

Am Dienstag kamen wir also im Städtchen Calobre an. Dann sollten wir auf den Padre warten, bei welchen wir die Woche essen sollten. Wohnen sollten wir aber woanders. Naja, uns wurde dann gesagt, dass der bereits erwähnte Padre in den nächsten 20 Minuten eintreffen sollte. Okay, hätten wir gewusst, dass es sich hierbei um 20 Panama-Minuten handeln sollte, hätten wir in der Zwischenzeit Herr der Ringe oder Ben Hur gucken können. Haben wir aber nicht. Deshalb warteten wir geschlagene zweieinhalb Stunden bis endlich der Padre kam. Wir assen dann mit ihm zu Abend (Hierbei muss erwähnt werden, dass der Padre eine Haushälterin hatte, die recht gut kochen konnte). Später am Abend erfuhren wir dann, wo wir schlafen werden: Bei Checho!
(Es folgt eine kurze Beschreibung von Checho: Checho heisst eigentlich Amparo Pérez, genau wie sein Vater. Er ist 65 Jahre alt, was ihn aber nicht daran hindert, jeden morgen um 5 Uhr aufzustehen, um zur Arbeit auf dem Feld zu gehen. Früher hat Checho geboxt, Baseball gespielt und viel getanzt, heute guckt er nach Feierabend lieber Telenovelas und liest Zeitung. Oder aber er entspannt bei noch mehr Arbeit in seinem Gemüsegarten. Ausserdem ist er einer der liebenswürdigsten Menschen, die wir in Panamá bisher kennen gelernt haben.)
Die folgende Woche, also von Mittwoch bis Mittwoch arbeiteten wir dann auf der Baustelle eines Speisesaals für Kinder in dem die Kinder der Umgebung Sonntags nach der Kirche wenigstens einmal in der Woche etwas Vernünftiges auf die Gabel bekommen. Die Arbeit war ziemlich hart, da sich die Baustelle nicht im Schatten, sondern in der prallen Sonne befand. Dabei dann Löcher für Fundamente auszuheben ist nicht wirklich lustig, aber abends konnten wir dann wenigstens gut einschlafen.

Nach einer Woche Schwitzen, wie ich es im Leben noch nicht getan habe, wurden wir dann von Rafael und Franziska in Richtung unseres ersten Urlaubs in Panama an der Küste abgeholt. Wir kamen dann anch einiger Zeit im Hotel und Ressort „Playa Blanca“ an. Hier erwarteten uns schon Svenja, sowie Timon, der normalerweise in Costa Rica arbeitet, aber seinen Urlaub mit uns in Panama verbrachte.
Der Kontrast zu dem, was wir bisher in Panama erlebt und gesehen hatten, konnte grösser kaum sein: Riesenbuffets, Bars, und Swimmingpools konnten die Unterschiede, die in diesem Land herrschen kaum besser zeigen. Trotz allem muss ich zugeben, dass ich in Playa Blanca, dies für zwei TAge verdrängt habe und wir uns ständig den Bauch vollgeschlagen haben und ständig Cocktails, Bier oder auch mal `ne Cola in den Händen hatten. Franzi machte hier auch Freundschaft mit einem Tukan:

Nach zwei Nächten ging es dann auch schon weiter nach Panama Stadt, wo wir noch in die Migrationsbehörde zwecks unserer Aufenthaltsgenehmigung mussten. Hier trafen wir uns mit Simons Bruder Julian, der im Moment in Panama für die Behörde ANAM arbeitet. Da der Termin in der Migrationsbehörde aber erst am Montag war, konnten wir also das Wochenende mit den Leuten, die wir in Panama-Stadt schon kennen, verbringen. So besuchten wir die Altstadt, die teilweise sehr schön restauriert ist und wo sich auch das Haus des Präsidenten befindet. Aber auch hier zeigt sich PAnama als Land der Kontraste: Nur einige hundert Meter vom Präsidentenhaus beginnt das Ghetto, das nach Einbruch der Dunkelheit mordsgefährlich ist.

Von hier aus hat man jedoch auch einen hervorragenden Blick auf die Skyline von Panama-Stadt:

Zum Abschluss unserer Turisten Führung besuchten wir dann noch den Panama-Kanal. Abends ging es dann in die Diskos der Partystrasse CAlle Uruguay, in der dann wieder Salsa, Merengue und Panama- Raggea bis zum Abwinken angesagt war.

Das mit der Aufenthaltsgenehmigung klappte leider nicht so gut und so verbringen wir seit Montag die Woch in Santiago um Zugriff auf Telefon und Internet zu haben, damit wir uns um die Aufenthaltsgenehmigung kümmern können. Ansonsten ist in den letzten TAgen nicht wirklich viel passiert. Heute Nacht ist dann Timon zurück nach Costa Rica gefahren- wir hoffen, dass wir den Gegenbesuch noch irgendwann antreten können.

Nächsten Montag geht es dann wieder nach Calobre auf die Baustelle, wir melden uns dann in zwei bis drei Wochen wieder.

Ich wünsche allen, die jetzt mit ihrem Studium anfangen viel Erfolg, und allen anderen Gesundheit und gutes Wetter wie in Panama!

Euer Moritz

 

P.S.: Bevor jemand auf falsche Gedanken kommt: Der Urlaub in Playa Blanca und auch alle anderen Freizeit-Aktivitäten bezahlen wir natürlich aus eigener Kasse- CEPAS oder der Dritte-Welt-Kreis-Panama haben damit nichts zu tun!

Die letzten 2 Wochen…

12 September, 2008

So, nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag an dieser Stelle. Wir sind zwar schon seit knapp einer Woche in Santiago, hatten aber bisher nicht wirklich viel Zeit (und vielleicht auch Lust ;-) ), einen Artikel zu schreiben.

Vor zwei Wochen, wurden wir Donnerstag früh abgeholt, um Lorenzo, einen Ingenieur von CEPAS, durch seinen Weg durch die Berge zu den abgelegenen Dörfern, die sich nicht mit dem Jeep erreichen lassen, zu begleiten. Ausgangspunkt sollte Alto Tólica, ein Dorf in dem die Maedels schon seit einiger Zeit arbeiten. Leider hatte das Auto auf dem Weg dann einen Defekt, so dass wir ab Buenos Aires (kennt ihr ja schon), den weiten, beschwerlichen Weg nach Alto Tólica mitsamt Gepaeck und Essen zu Fuss bestreiten mussten. Dieser Weg dauert ohne Gepäck ca. 3 Stunden, mit Gepäck dauerte er 4 Stunden, man klettert da teilweise recht abenteuerlich durch so Bachlaüfe. Doch als ob das nicht gerreicht hätte, fing es auch noch heftigst an zu regnen. Die Regentropfen wurden von solcher Wucht vom Wind auf die Erde geschleudert, so dass diese richtig weh taten. Dazu fiel die Temperatur um jeden Schritt, den wir an Höhenmetern zuruecklegten.

Völlig durchnässt kamen wir dann in Alto Tólica an, wo uns die Mädchen, die uns schon erwarteten, heissen Kakao gemacht hatten. An der Schule von Alto Tólica, in der auch Svenja und Franzi leben, duschten wir dann erstmal. (an eine heisse Dusche ist hier natuerlich nicht zu denken, denn dass Wasser kommt direkt aus den Bergen und hat deshalb auch die Aussentemperatur von ca. 12 Grad. Wenn einem dabei der Wind dabei um die Ohren fegt, da die Dusche oben offen ist, wünscht man sich in diesem Moment nach Deutschland zurueck, wo heisses Wasser kein Problem ist.) Lorenzo und wir rollten dann um halb neun die Isomatten aus, um schlafen zu gehen.- was anderes bleibt einem bei der Dunkelheit und Kälte hier oben eh nicht übrig)

Als der Regen dann aber aufgehoert hatte, wurden wir für die Unannehmlichkeiten des vorigen Tages mehr als entschädigt: Das Gefühl, wie im Flugzeug über den den Wolken zu sein, ist einfach einmalig!!!

Am nächsten Tag starteten wir dann die Wanderung über die Dörfer. Nach zwei Stunden erreichten wir das Dorf Quebrada del Satra, hier gab es nicht, wie teilweise in Buenos Aires, ein einziges Haus aus Stein, alle Menschen hier wohneten in Lehmhuetten, die besseren Huetten hatten wenigstens ein Wellblechdach, der Grossteil der Huetten war jedoch mit einer Art Reet abgedeckt.

Hier waren wir, da eine von CEPAS, auch mit Hilfe des Dritte Welt Kreises Panama errichtete, Wasserleitung, inkl. Wassertanks fuer den Sommer, sowie einer „Reinigungsanlage“, eingeweiht wurde. NAch einigen Stunden, wanderten wir jedoch weiter ins Dorf Las Filipinas, da hier eine Schule steht, in der wir uebernachten konnten. HIer gab es zwar eine Dusche, die funktionierte aber nicht, so das man sich mit einem Eimer und einer Schuessel duschen musste. Wenn alles klappt, werden Simon und ich in den Sommerferien in diesemtotal abgelegen Dorf einen Monat verbringen und bei den BAuarbeiten fuer eine Wasserleitung, sowie (genau wie in Quebrada Sartra) Wassertamks und Filteranlage mithelfen und diese gleichzeitig fuer CEPAS ueberwachen. Wir schliefen dann abends in der Schule, wo uns die zwei Lehrer ein hervorragendes Abendessen machten. Da die Schule Solarpannele hatte, gab es hier Strom, so dass wir mit den Lehrern dann abneds „Indiana Jones“ auf dem Fernseher gucken konnten- ein Hauch von Luxus wehte durch den Raum ;-) Wir hatten grossen Respekt vor den Lehrern, die normalerweise in der Stadt leben und nur alle 2 Wochen nach HAuse koennen um ihre Familien zu besuchen.

Am naechsten morgen machten wir uns dann auf den Weg nach Jemé, einem anderen Dorf, wo auch eine Wasserleitung eingeweiht wurde. NAch der Einweihung und der Messe gab es dann eine Vorfuehrung von Taenzen und Gesaengen der Campesinos.

Nach diesem sehr interassen TAg folgte auch eine interessante Nacht: Wir schliefen das erste Mal in einer Lehmhuette! Ich muss zugeben, dass ich doch ein wenig Angst vor Schlangen und Spinnen hatte, die es hier in den Bergen gibt. Als ich dann jedoch eine Frau sah, die sicherlich schon ueber 80 war, dachte ich mir, dass auch sie in diesem Dorf bisher nichts damit zu tun hatte- dann werde ich auch eine Ancht ueberstehen.

Am Sonntag kehrten wir dann nach Alt Tólica zurueck wo wir die Wooche mit Arbeiten im Schulgarten verbrachten. Dazu gibt es dann in denn naechsten TAgen mehr, da ich auf gut Deutsch jetzt keinen Bock mehr habe, zu schreiben. Dann gibt es auch einen Artikel ueber das was wir im Moment hier in Santiago arbeiten- ich verrate euch schonmal, dass es mit was ganz Suessem zu tun hat- (Ihr könnt ja schonmal raten!)

Bis dahin wünschen wir euch Gesundheit, Glück und Geld,

Moritz und Simon

¡Buenas!

Nach langem Warten lassen wir mal wieder etwas von uns hören.

Im Moment sind wir mal wieder für ein Paar Tage in Santiago de Veraguas um uns von den vergangenen vier Wochen etwas zu erholen. Diese hatten wir in Buenos Aires, einem Dorf im tiefsten Hinterland von Panama zugebracht. So kommen wir jetzt das ersre Mal wieder in den Genuss von fliessend warmem Wasser, grossen Supermärkten und vielen anderen Errungenschaften der Menschheit, vor allem aber Internet, weshalb auch dieser Artikel solange auf sich warten liess (Eszett gibt`s nicht!).

Vorhin haben Simon und ich überlegt, wo wir denn nun anfangen sollen und sind zu dem Ergebnis gekommen, das ein Text, der der Chronologie unseres Aufenthalts folgen würde ziiieeeemliiich lang werden und den Rahmen sprengen würde, deshalb werden wir zu Stichpunkten, die uns wichtig erscheinen jeweils einen kurzen Absatz schreiben, um euch so einen Einblick in unser und das Leben der Menschen in Buenos Aires zu geben.

Das Dorf:

Von Santiago aus fährt man ca. 2 Stunden auf der Panamericana, bevor man auf eine Schotterpiste abseits der Strasse abbiegt und nach ungefähr anderthalb Stunden heisst einen das Schild Bienvenidos a Buenos Aires im Dorf willkommen. Auf der Linken befindet sich dann direkt das Internat bzw. die Schule von Buenos Aires. Die ca. 50 Häuser des Dorfes befinden sich zum Grossteil an der ringförmig verlaufenden Hauptstrasse, wobei man hier eigentlich weder von Haupt- noch von -strasse reden kann. Einige Húschen sind aus Stein gebaut, mehr als die hälfte jedoch bilden die traditionellen Lehmhütten. In der Mitte des Kreises oder vielmehr Ovals befindet sich die recht neue Kirche von Buenos Aires sowie der Fussballplatz (Dazu später mehr). Das Dorf befindet sich in der Nähe des Flusses Río Cobre in einem Talkessel, welcher von den schönen grünen Bergen umgeben ist.

Unterkunft:

Wir wohnten in der ca. 16 Jahre alten Missionsstation des Ortes. Hier wohnen natürlich der Padre, einige Schüler des Internates, sowie die Mitarbeiter der Missionsstation.

Dort hatten auch wir unser Zimmer, sogar mit elektrischem Strom, was hier eine grosse Ausnahme ist: Das Zimmer bestand aus drei Betten (oder Pritschen?), einem kleinen Schreibtisch, sowie zwei Stühlen. Als wir hier das erste MAl reinkamen, dachten wir, uns trifft der Schlag: Es muffte, wie im feuchten Keller eines 100 Jahre alten Hauses. Der Blick is Badezimmer gab uns dann den Rest: Die Wand, die vorher angeblich mal gelb gewesen war, war im Bereich der Dusche vom Schimmel schwarz gefärbt.

Die Decke des Zimmers bestach zudem mit einem wunderbaren Wasserfleckendesign, welches sich aufgrund des undichten Wellblechs darüber veränderte. Mit dem sehr guten Reinigungsmittel „Clorox“ und einer Abdichtaktion des Dachs mit einem der Mitarbeiter des Missionszentrums bekamen wir diese Probleme einigermassen in den Griff.

Leute:

Unser „Jefe“ während unseres Aufenthaltes war der Priester Padre Niscasio Miranda, ein netter, jedoch schweigsamer Mann, dem die Leute von Buenos Aires vieles hinsichtlich der Verbesserung ihrer Lebensumstände zu verdanken haben. Während der Padre nur gelegentlich mit uns arbeitete, war für uns sein Mitarbeiter Rene wichtiger: Er sagte uns, was wir zu tun haben und ihn fragten wir bei Problemen. Ausserdem war er Leiter der örtlichen Pfadfindergruppe, die dieses Jahr das nationale Treffen der Rover von Panama organisierte. Auch dazu später mehr.

Dazu kommen noch viele ander Leute, die uns das Leben leichter gemacht haben. So zum Beispiel Padre Marcos in AC Mailand Trikot und Jogginghose, der immer lächelnde und uns umsorgende Koch Felix oder auch die Doctora sowie deren Mitabeiter/innen der kleinen Krankenstation.

Arbeit:

Die ertse Woche verbrachten wir mit dem Anstrich des Anbaus des „Casa Dusseldorf“, einem Laden, welcher mit deutschen Geldern (unter anderem des dritte Welt Kreises Panama) erbaut wurde, und in dem die Bauern der Umgebung ihre Erzeugnisse verkaufen sowieEssen aber auch Alltagsgegenstände wie Töpfe, Batterien etc. kaufen können. Dies war nicht die beste Arbeit, aber man lernte schon die wichtigsten Vokabeln der Baustelle.

Die restlichen drei Wochen verbrachten wir hauptsächlich mit der körperlich sehr anstrengenden Aufgabe, aus dem Sand des Flusses und Zement Steine zur Errichtung neuer Gebäude für die Infrastruktur des Dorfes herzustellen.

Freizeit:

Einen Teil unserer Freizeit verbrachten wir damit, mit den Jugendlichen des Dorfes Fussball oder Argolla India, einem sehr lustigen Spiel, bei dem man mit der Zeit seinen ganzen Kórper mit Schlamm einsaut zu spielen. Unser Abende verbrachten wir immer mal wieder im Haus der Ärztin und iher Mitarbeiter in deren Haus neben der Krankenstation mit Bingo spielen (gut für Simon, um die Zahlen draufzukriegen) oder auch nur mit gemütlichem Zusammensitzen.

Ab und zu konnten wir uns mittels des Fernsehers im Missionszentrum, der als einer von zwei im ganzen Dorf natürlich immer gut frequentiert war, über den aktuellen Stand der olympischen Spiele in Peking informieren und, wir gestehen, trotz des Verbots des Padres auch hin und wieder Wrestling guckten.

Ein besonderes Highlight für uns war mit Sicherheit das viertägige „Rover Moot Nacional“, ein Treffen von Rovern aus ganz Panama, das dieses Jahr zufällig in Buenos Aires stattfand. Von Rene wurden auch wir dazu eingeladen und von den Pfadfindern, die zum Grossteil aus Panama-Stadt kamen, herzlich aufgenommen. Wir machten einige coole Aktionen und sind ausser einer Super Erfahrung auch um E-MAil Addr. und Einladungen nach Panama-Stadt reicher.

Menschen:

In Buenos Aires direkt wird man aufgrund der enormen Verbesserungen der letzten JAhre, die besonders der Arbeit der Missionsstation und des Dritte Welt Kreises bzw. der Arbeit von CEPAS zu verdanken sind, nicht direkt mit enormer Armut konfrontiert. (Wobei eine Lehmhütte nach deutschen Massstäben natürlich auch nicht wirklich Reichtum ist.) Gerade weil die krankenstation ein ANlaufpunkt für die armen Indígenas der Umgebung ist, bekommt man hier die Armut zu spüren. So sind diese Menschen teilweise mehrere Stunden unterwegs umsich in der Krankenstation mit der sog. Crema, einem NAhrungsergänzungsmittel besonders für Kinder zu versoren. Besonders für die Kinder ist das Schicksal, in den Bergen leben zu müssen, sehr hart: So sind im letzten Jahr mehr als 40 Kinder in den umliegenden Bergregionen an Unterernährung gestorben. 

Essen:

Reis, Reis, Reis! Das Hauptnahrungsmittel der Panamaer, welches auch gerne mal drei Mal am Tag (mindestens aber mittags und abends) serviert wird, war auch der Grossteil unserer Nahrung. Dazu gibt es dann mal ein Stück Fleisch und Bohnen oder Linsen. Dazu gibt es dann ab und an mal Salat, sowie das Getränk „Chicha“, welches in ca. 1000 Geschmacksrichtungen in PAnama erhältlich ist. BEsonders gerne gab man uns: frische Zitrone (lecker!), Mais (geht so), merkwürdige, ölige Frucht (grauenhaft!), Kaugummi bzw. Kinderzahnpasta (süss ohne Ende, aber trinkbar). Generell konnte man sagen, dass das Essen in Ordnung war bis auf Eine Ausnahme: Die Hühnerfüsse konnten wir einfach nicht essen!!! 

Leider ist es hier auf dem Hotel-Rechner nicht möglich, Fotos hochzuladen, wir bemühen uns aber, in den nächsten zwei Tagen euch noch welche zu präsentieren.

Mit den besten Grüssen aus Santiago,

Simon & Moritz!