Hacha-Limon, die zweite…
22 März, 2009
Nachdem nun schon ein Grossteil der Fundamente ausgehoben wurde, konnten wir nun mit dem Errichten der Säulen, die das Dach tragen sollen beginnen. Wir benutzten hierfür grosse Wasserrohre als Form und füllten diese dann mit Beton. Da die Sonne in diesen Tagen mal wieder gnadenlos mit uns war, gestaltete sich die Arbeit als sehr mühselig, die saftigen Arbeitszeiten von 7 Uhr morgens bis 17 Uhr abends (halbe Stunde Mittagspause) taten ihr übriges.
So, hier nun die versprochenen Fotos:
Bewaffnet mit Zollstock, Winkel, Massband etc. mussten wir zu einigen Baustellen erst einmal eine halbe Stunde laufen

Garnelen fischen im Fluss

Das Zimmer, welches uns von der Familie, bei der wir lebten, gegeben wurde

Die vier jüngsten Kinder der Familie

Befüllen der Formen für die Säulen

Eine der Baustellen

Das Haus, in dem wir gewohnt haben, links der Pick-Up von CEPAS
Das Neueste
16 März, 2009
Liebe Leserinnen und Leser, ( Die, die nicht lesen, sondern nur zum Bilder gucken gekommen sind, werden nicht begrüsst- dazu später mehr.)
Nach unserem Urlaub ging es erst einmal für eine Woche weiter auf unserer Baustelle. Wie immer gab es viel zu tun, aber es macht Spass zu sehen, wie nach jedem anstrengenden Tag das Haus weiter wächst. Stellenweise wird im Moment schon das Dach auf das Haus gesetzt und auch von innen sieht es nach dem Verputzen schon ganz gut aus.
Am Donnerstag fuhr Simon dann mit seinen Eltern nach Panama-Stadt, um sie zum Flughafen zu bringen und um Svenja abzuholen, welche nach nur vier Monaten so viel Sehnsucht nach Panama hatte, dass sie nun wieder hier ist. Dieses Mal aber nicht zum Arbeiten- nur Urlaub. Am Freitag abend luden wir also Mitarbeiter von CEPAS und Freunde zu uns nach Hause ein, um das Wiedersehen zu feiern. Es war eine rundum gelungene Feier. Es wurden natürlich auch viele Fotos gemacht, leider ist die Kamera einem Kind eines CEPAS-Mitarbeiters hingefallen und sie war danach nicht mehr zu gebrauchen. (Deshalb gibt es in diesem Artikel keine Fotos; auf der Kamera war aber noch Garantie und sie ist ab morgen wieder einsatzbereit, beim nächsten Mal gibts dann wieder was auf die Augen)
Am Montag gab es dann mal wieder einen Auftrag auf dem Land. Es ging darum, in einer der ärmsten Communidades, Gemeinden, die Vermessungen und ersten Arbeiten für 11 Häuser und 2 Küchen, zu erledigen. Mit unserer bisherigen Praxis konnten wir hier natürlich gut helfen. So fuhren wir mit dem Ingenieur Lorenzo Guter Dinge mit dem Jeep aufs Land. Die „Strasse“ wurde immer schlechter bis dann an einem Fluss der Rückschlag kam: Da es entgegen der Tatsache, dass es im Sommer normalerweise nicht regnet, (Hier ist gerade Sommer bzw. Trockenzeit) doch zu Regengüssen gekommen war, war der Fluss zu hoch, um ihn mit dem Pick-Up durchqueren zu können. Das war natürlich schlecht mit Beuteln voller Lebensmitteln- unsere Wochenration- auf der Ladefläche. Aber es half natürlich nichts: Reis, Dosenfleisch, Dosengemüse auf die Rucksäcke verteilen, Hose hochkrempeln, bis zur Hüfte im Wasser stehen und dann ab die Post. Wir waren dann aber doch sehr froh, als wir nach eineinhalb Stunden Marsches mit schwerem Gepäck in der panamaischen Mittagssonne bei der Familie, die uns für die Woche aufnehmen sollte, ankamen.
Die Familie bewohnte mit sieben Personen eine kleine Lehmhütte, woraus kurzerhand zehn Personen wurden, als wir dor unser Lager bezogen. Die Gemeinde, welche Limon Hacha, hiess, darf man sich nicht wie ein Dorf vorstellen auf eine Strecke von ungefähr einer dreiviertel Stunde Fussmarsch verstecken sich immer mal wieder in der hügeligen Landschaft Lehmhäuschen. Bewaffnet mit Schnur Wasserwaage etc, gingen wir dann von Haus zu Haus, massen die Flächen und gruben zusammen mit den Leuten schon die ersten Fundamente. Am Freitag wurden wir dann wieder abgeholt, der Fluss war in der Zwischenzeit wieder niedriger geworden, so dass wir fast direkt am Haus abgeholt werden konnten. Nach dieser Woche fielen wir abends natürlich ins Bett. Den gestrigen Samstag verbrachten wir dann mit Einkäufen und Wäsche waschen. Am Abend gingen wir dann ins brandneue Baseball-Stadion von Santiago. Zusammen mit einem Freund von CEPAS und unserem Papá de Panamá, José, sahen wir ein unterhaltsames Spiel, welches die Lokalmatadore, die Indios aus Veraguas gegen das Gästeteam aus Colón 2:1 gewannen.
Heute morgen halfen wir José dann auf seiner Kuhweide die Rinder zusammenzutreiben und mit einem Mittle gegen Zecken einzusprühen. Natürlich stilecht auf dem Pferd.
So, Das wäre es dann für heute… Ach ja, nachdem wir es letzten Monat vergessen haben, haben wir die Rubrik „Song des Monats“ aktualisiert. Und noch eine Sache: Wir freuen uns natürlich auch sehr über Feedback, Kommentare oder auch Fragen…
Morgen geht es dann wieder nach Limon Hacha, weiterarbeiten.
Bis in zwei Wochen,
Moritz und Simon
