Betriebsferien und eine kleine Rundreise mit unseren Eltern
28 Februar, 2009
Einen wunderschönen guten Tag,
Wir sind gut erholt von den Ferien wieder in den Alltag hinein verschwunden, möchten euch jedoch noch, bevor wir wieder von unser Arbeit berichten, auch die schönen und erholsamen Tage mit unseren Eltern nicht verschweigen.
Da die Eltern von Moritz nur zwei Wochen Zeit hatten, das Land Panama zu entdecken und lieben zu lernen stand ein straffes und umfangreiches Programm, welches von uns vorbereitet wurde, fest.
Vor der Ankunft unserer Eltern hatten wir freitags jedoch noch einen Termin bei der deutschen Botschaft in Panama. Nach dreimonatigem Kontakt, in dem wir die Botschaft von der Wichtigkeit einer Trinkwasseranlage im Bergdorf Las Filipinas überzeugen konnten, erklärte sich die Botschaft bereit, das Projekt mit rund 8000 Dollar zu unterstützen und somit die Materialkosten zu finanzieren. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank für den unkomplizierten Kontakt!
Nach der Ankunft am Flughafen in Panama wurden alle möglichen touristischen Attraktionen der Hauptstadt mit den Taxis erkundet. So wurden unter anderem der alte Stadtkern (welcher vom Pirat Henry Morgan zerstört wurde), der Panama Kanal samt Schleuse wie auch das Haus des Präsidenten besucht. (Das Haus des Präsidenten ist natürlich nicht für jederman zugänglich und wir kamen auch nur über Kontakte dort hinein.
Aber die braucht man in Panama eh immer) Im Haus des Präsidenten bekamen wir eine kompetente Führung einer Cousine desselbigen. 
Die Gruppe der Herdecker im Empfangsraum des Präsidenten
Nach diesen drei Tagen ging es dann per Bus Richtung Santiago, wo wir unseren Eltern die Stadt, unser Häuschen und die Mitarbeiter von Cepas zeigten. Dann ging es auch schon wieder los Richtung Norden nach Santa Fe. Dort machten wir eine Wanderung zu einer Herberge, wo wir bereits einige Tage gearbeitet hatten. Dies gestaltete sich jedoch als sehr schwer, da durch starke Regenfälle viele Schlammlawinen auf den Wegen waren. Wir erreichten unser Ziel jedoch nach 4 Stunden Weg unbeschadet und konnten den Eltern dieses Projekt zeigen. Zurück ging es dann auf besonderen Wunsch der Mütter mit einem Pick up auf der Ladefläche, welche auf dem Rückweg von weiter entfernten Dörfen uns bereitwillig mitnahmen.
Frohenmutes Richtung Urwald
Abends in Santiago angekommen stand dann jedoch nicht Ausruhen, sonder Fiesta auf dem Programm. CEPAS hate zum Empfang der deutschen Eltern und zur Verabschiedung von Franziska ein kleines Fest mit live Musik und Tanz vorbereitet. Dies wurde dann auch mit deutscher Hilfe ein voller Erfolg und die Eltern hatten sich am nächsten Tag ein wenig Ruhe verdient und konnten in der Stadt bummeln.
Am nächsten Morgen wurden wir dann von einem Fahrer abgeholt der uns eine Pferdezucht in der Nähe von Santiago zeigte und anschliessend in ein Ferienhaus am Playa Blanca brachte. Dieses Luxushaus hatte uns ein befreundeter Padre aus El Bale organisiert, da er den Eigentümer kennt. Also hatten wir wieder einmal grosses Glück, dass unserer Kontakte uns diesen Aufenthalt ermöglichten. In diesem Haus wurden dann zwei Tage lang die Seelen baumeln gelassen um sich dabei den ein oder anderern Sonnenbrand einzufangen.
¡Pura Vida! (würde man in Costa Rica sagen)
Von diesem sonnigen Stranderlebnis machten wir uns dann wieder Richtung Santiago auf , wo die Familie Geisel das fehlende Familienmitglied Julian einsammeln konnte und einige der mitgebrachten, typisch deutschen Geschenke verteilt werden konnten.
Am nächsten Tag ging es dann von Santiago mit dem Bus Richtung Volcan, der höchste Berg Panamas. An diesem sehr windigen und etwas kühleren Ort wurden dann Wandertouren zum nahegelgen Badesee und in den Nationalpark unternommen bevor die zwei Wochen Ferien, die wir uns genommen hatten, auch schon wieder um waren und Familie Bönte wieder Richtung Heimat aufbrachen.
kleiner Trampelpfad hinauf in den Nationalpark „La Amistad“
Da Familie Geisel noch zwei Wochen länger Urlaub hatte, konnten die Feiertage nach dem Wochende noch zum Karnaval feiern genutzt werden. Hier wurde wir jedoch nicht wie erwartet von „Jecken“ mit „Kamelle“ begrüsst, sondern mit Wasser aus riesigen Tankwagen und Werbegeschenken von Politikern. Karneval bedeutet hier vier Tage Ausnahmezustand, viel Musik, viel Bier und vor allen Dingen vier Tage Wasserschlacht. So wurde das etwas andere Karnaval mit vielen unfreiwilligen Erfrischungen zu einem Erfolg.
„Carnavales“ in Ocú
Mit dieser einmaligen Zeit im Rücken können wir dann morgen wieder frisch an unsere Arbeit gehen.
So weit von unseren Betriebsferien. Wir hoffen ihr bleibt uns treu.
Simon & Moritz
So, und jetzt fällt mir auf, dass wir voll vergessen haben, zu schreiben, was wir die zwei Wochen vor den Ferien gemacht haben- das ist aber schnell erzählt: Wir arbeiteten die gesamte Zeit auf der Baustelle des neuen Honighauses (siehe auch aktuelles Panama-Info). auch in dieser Woche arbeiteten wir wieder dort. 
Hier ein aktuelles Foto von heute morgen, ganz frisch. Vorsicht, heiss!