Feliz año nuevo
31 Dezember, 2008
hiermit wünschen wir euch und euren Familien ein guten Rutsch ins neue Jahr, feiert alle schön und lasst eure Vorsätze im neuen Jahr wahr werden (wie vielleicht einmal nach Panama zu reisen, oder die Spenden für den Panamakreis drastisch erhöhen
)
Wir werden die Feierlichkeiten zwar erst 6 Stunden später antreten aber trotzdem die Korken knallen lassen und die ein oder andere Rakete abfeuern, um die bösen Geister zu vertreiben.
In den letzten Tagen haben wir bei starker Hitze angefangen, die Ausschachtungsarbeiten für die Fundamente des neuen Honighauses zu graben, welches im März fertig sein soll und direkt neben unserem Haus stehen wird.
Bis dahin im Jahr 2009.
Moritz & Simon

Gesangseinlage abends vor unserem Haus (warscheinlich probieren wir uns grad an Azzuro von Paolo Conte)
Feliz Navidad
24 Dezember, 2008
Liebe Blogfreunde, Familie und Verwandte,
Wir wünschen euch auf diesem Wege ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest 2008. Lasst euch alle reich beschenken und denkt an uns in der fernen Welt.

Calobre IV
22 Dezember, 2008
Ho, ho, ho, liebe Blogleserinnen und Blogleser,
Nach gut zwei Wochen gibt es jetzt kurz nach dem vierten Advent Neues von uns.
Die Vorweihnachtszeit in Panama verbrachten wir im sonnigen Calobre. Dort konnten wir aber ander als gedacht, nicht bei der Fertigstellung der Essensraumes für die Kinder des Campo helfen, da das Geld ausgegangen war (was aber geplant war; die Fertigstellung sollte stufenweise erfolgen), sondern arbeiteten Vormittags auf der Finca des Padres mit, wo wir unter anderem einen Hühnerstall bauten, halfen ein Reisfeld zu ernten und Arbeit mit dem Lieblingswerkzeug der Panamaer, der Machete, auf einem Bohnenfeld verrichteten, um Unkraut zu vernichten. Diese Arbeiten waren körperlich sehr hart, da die Sonnene in der Sommerzeit schon enorm heiss ist.

Beim Unkraut beseitigen mit der Machete

Ein neuer Hühnerstall

Reisernte in den Bergen vor Calobre
Am Nachmittag haben wir dann den Kindern des Dorfes ( ca. 30 Kinder) Englischunterricht gegeben. Diese Arbeit war gar nicht so einfach, da die Kinder im alter von 7-11 Jahren zwar ein wenig Englisch aus der Schule kanten, dieses jedoch so grauenhaft war, dass wir bei den Grundlagen nocheinmal anfingen. So konnten die Kinder nachdem wir gegangen waren eine Vorstellung ihrer Person sowie ihrer Familie und allerhand Tiere auf Englisch. Wir versuchten die Kinder natürlich mit allerhand Spielen bei Laune zu halten, und der Spass kam nicht zu kurz. Vormittags wurden wir oft von den Vätern der Kinder angesprochen, da sie die Mitschriften ihrer Kinder auch studierten, und nach einigen Sachen auf Englisch gefragt.
In Santiago angekommen, konnten wir endlich mal wieder ein paar Tage in unserem kleinen Häuschen am Stadtrand von Santiago verbringen und uns den Nachbarn vorstellen und ein wenig mehr einrichten. Weiterhin haben wir als kleines Dankeschön für die Leute von CEPAS einen deutschen Abend mit Erbsensuppe, Schwarzbrot und auch deutschen Bier veranstaltet. Dieser Abend war ein voller Erfolg und wir konnten viele Leute von den Qualitäten unserer Heimat überzeugen. Auch der Austausch von Musik und Tänzen wurde vollends praktiziert.

Deutscher Abend in Santiago
Weitherhin wünschen wir euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest 2008 aus dem fernen Panama. Wie das hier sein wird, berichten wir natürlich auch aus erster Hand.
Hasta Luego,
Simon & Moritz
Dschungel, Pech und Pannen… Teil 2
2 Dezember, 2008
===neue Kategorie: Song des Monats===einfach oben klicken===
Gu’n Tach!
Jetzt also die Fortsetzung des Artikels von Gestern.
Am Freitag abend stiegen wir dann um 11 Uhr in den Bus Richtung Bocas del Toro. Es war natürlich den ganzn Tag warm und so setzten wir uns also sommerlich gekleidet in T-Shirt und kurzer Hose in den Bus. Mit dem Gedanken, dass Panamaer sowieso gar nicht wissen, was kalt ist, ignorierten wir die Warnung, dasss wir uns lieber lange Sachen anziehen sollten. Ein fataler Fehler! Die Situation war dann nämlich folgende: Alle Busreisenden nehmen Jacken, Pullover und Decken mit, da der Fahrer, während draussen angenehme 25 Grad herrschen, die Klimaanlage auf herbstliche 17 Grad einstellt. Alle finden es also zu kalt, die Klimaanlage wird aber trotzdem benutzt, nur um zu zeigen, dass man eine hat. Ein Irrsinn. Gleichzeitig versüssten uns die drei Busfahrer, die sich alle 2 Stunden abwechselten, auch die Busfahrt mit ihren kindischen Aktionen, die in Deutschland bei den meisten Reisunternehmen wahrscheinlich eineige Konsequenzen haben würden:
1. Alle Reisenden und zwei der drei Busfahrer sind nach einer Pause schon wieder im Bus. Die zwei machen sich einen Spass daraus, schonmal loszufahren, so dass der andere hinter dem Bus herrennen muss.
2. All drei Busfahrer sitzen vorne. Einer verliert um ca. 3:30 Uhr sein Handy in der Dunkelheit des Busses. Alle Passagiere schlafen. Im GESAMTEN Bus wird daraufhin Festbeleuchtung angeschaltet, damit der Fahrer vorne sein Handy wiederfinden kann.
3. Die Busfahrer machen wahrend der Fahrt Scherzanrufe bei Freunden.
4. Der Bus kommt auf der Landstrasse an einem Haus eines Freundes der Busfahrer vorbei. Es wird mitten auf der Strasse angehalten, alle Fahrer steigen aus, machen Klingelmannchen.
Dann konnte die Fahrt auch schon bis zum Bootsanlegepunkt Almirante weitergehen. Um ca. 5:30 dort angekommen, nehmen wir uns ein Boot um 7 Uhr zur Hauptinsel des dortigen Archipels, Isla Colon.
Dort angekommen, werden wir dann direkt von mehreren Leuten empfangen, die uns in dem typischen Dialekt begruessen und uns ganz viele Hostels und Hotels empfehlen, die alle gleichzeitig die billigsten und tollsten sind. Hierbei gerieten wir an „Snoop Carribean“, der nach eigener Aussage wie der Rapper Snoop Dogg aussieht, aber eben nicht aus den USA sondern aus der Karibik kommt. Toller Kuenstlername. Er zeigte uns dann das angesagte Surferhostal „Mondo Taitu“, jedoch waren uns 12 Dollar die Nacht zuviel. So mieteten wir uns im Hostal „The Hostal“ ein, wo man fuer lediglich 8 Dollar die Nacht naechtigen konnte. Die sintflutartigen Regenfaelle wurden indes immer staerker und wir machten zusammen mit dem, schon in Santiago zu uns gestossenem, Julian eine Erkundungstour ueber die Insel, auf der wir feststellten, dass der erste Stock des Mondo Taitu abgesoffen war. Glueck gehabt. An dem Tag brachen dann auch Telefon und Internet zusammen und so konnte kein Tourist mehr Geld holen, noch funktionierte das Handy. Zum Glück war aber immer genügend von allem auf der Insel vorhanden, sodass es keine schlimmeren Vorfälle gab. Schlimmer war wohl die Situation für die indigene Bevölkerung in den abseits gelegenen Gebieten an der Küste Panamas.
In den naechsten Tagen wurde dann auch schnell klar, dass die Strassen, die die Küsten mit der Interamricana und damit der Zivilisation verbinden, alle zerstoert und der Grenzübergang nach Costa Rica nicht mher befahrbar war. So war unser Urlaub nach Costa Rica gestorben und Timon, der zwischenzeitlich noch dazugestossen war, konnte uns leider, leider nicht mehr „sein“ Costa Rica zeigen.
Nach ungefähr 3 TAgen hörte dann endlich der Regen auf und wir konnten die „Postkartenkaribik“ geniessen. Zu allem Überdruss wurden Simon und mir dann leider noch die Kameras geklaut, was den Urlaub dann doch etwas schmälerte und diesem Artikel seine Farblosigkeit verleiht.
Am Sonntag nahmen wir dann das Flugzeug als einzigen Ausweg von der Insel nach Panama Stadt.
Hier machen wir jetzt das vom BMZ vorgeschriebene Zwischenseminar. HAute morgen waren wir beim Botschafter von Deutschland in Panama und haben mit ihm über die eventuelle Finanzierung eines Aguäduktes für das Dorf Las Filipinas gesprochen, welche Errichtung wir mit überwachen sollen.
So, dann bleibt mir jetzt nur noch, auf unsere neue Rubrik aufmerksam zu machen: Song des Monats, wo ihr euch immer ein Stück Panama nach Hause holen könnt.
Eine weitere schöne Vorweihnachtszeit und einen dicken Stiefel wünscht euch
Moritz
Dschungel, Pech & Pannen…Teil 1
1 Dezember, 2008
¡Hola!
In den vergangenen zwei Wochen ist wieder viel passiert, was wir euch natürlich, wie immer, nicht vorenthalten wollen und brühwarm berichten. Fotos gibt es dieses Mal nicht- dazu gleich mehr.
Wir brachen also in den Norden der Provinz Veraguas auf, wo wir bis dahin noch nie gewesen waren. Unser Arbeitsort befand sich in den dicht bewaldeten Bergen in der Nähe des Städchens Santa Fé, wo wir bei der Ausbesserung einer Herberge helfen sollten. Die Herberge, welche von der Philipus und Jakobus Gemeinde in Herdecke finanziert und von CEPAS gebaut wurde, ist für Einheimische gedacht, welche den weiten, teilweise mehrtägigen, Fussmarsch nach Santa Fé bestreiten müssen und hier für wenig Geld (5 cent) ein Dach über dem Kopf und eine Waschmöglichkeit haben.
Nach der ersten Begutachtung des Holzhauses wurd uns allerdings schnell klar, dass wir in den vier Tagen dort kaum eine Chance haben würden, fertig zu werden. Holzwürmer hatten viele Bretter völlig ausgehöhlt, die ständige Regen-Wind-Mischung die dort oben herrscht, tat auch ihren Teil dazu. So begannen wir erst einmal, die Front zu erneuern. Wir bekamen dabei auch die tatkräftige Hilfe einer Indio-Familie, welche nahe des HAuses leben und das Haus betreuen. Obwohl diese Menschen in einfachsten Hütten leben und zum ärmsten Teil der Bevölkerung gehören, versorgten sie uns säckeweise mit frischen Orangen und Mandarinen. Dazu gab es noch die Palmenfrucht Piva, welche im Geschmack etwas an Kartoffeln erinnert, zudem sie auch gekocht werden. Nachts hiess es dann immer die Tür gut abzuschliessen, da ein Jaguar in der Gegend sein Unwesen trieb und sich zwei Tage zuvor zwei Pferde gegönnt hatte. In der Nacht besuchte uns dann zwar nicht der Jaguar, dafür aber unzählige Cucarachas, Kakerlaken, die zu dem gleichnamigen Lied in unserem Zimmer tanzten. Gut geschützt durch unser Mskitonetz konnte uns dies jedoch nicht erschüttern. Dafür aber ein Erdbeben, welches uns eines Nachts weckte. Zum Glück blieb dies ohne Folge, auch im Rest Panamas passierte nichts Schlimmeres. Bei beständigem Regen reparierten wir also nach und nach die Hütte und am Donnerstag sollten wir dann abgeholt werden.
Der Weg zur Herberge führt den Jeep durch mehrere Flüsse und Lorenzo sagte schon, dass nach dem vielen Regen es möglich wäre, dass der Jeep den einen Fluss nicht durchqueren könne. Dies stellte sich zum Glück als falsch heraus, so dass wir glücklich waren, als wir Motorengeräusche hörten und somit wussten, dass wir unser Gepäck nicht tragen müssen. Vollgepackt mit säckeweise Obst traten wir somit guten Mutes den Rückweg an. Als wir jedoch den Fluss durchqueren wollten, liess uns der Motor mitten im Fluss im Stich und während das Wasser im Jeep fast bis auf Sitzhöher stieg, mussten wir aus den Fenstern klettern und nach eineinhalb Stunden schieben bekamen wir den Toyota an Land geschoben, der Motor sprang jedoch nicht mehr an. Die Situation war sehr schlecht, da in der Nähe niemand wohnt und wir auch keinen Handyempfang hatten. Glück im Unglück hatten wir, als ein Chiva vorbeikam. (Chivas sind Geländewagen mit Ladefläche mit denen in den schwer zugänglichen Teilen des Landes Personen befördert werden. Sie arbeiten nach dem Motto „Lieber schlecht gefahren als gut gelaufen“) Der Fahrer versprach uns, uns auf dem Rückweg abzuschleppen. Gesagt, getan- nach drei Stunden Warten im Regenwald bei ziemlicher Kälte, wurden wir dann bis Santa Fé abgeschleppt.
An dieser Stelle Herzlichen Dank an die Firma Toyota für ihr hervorragendes Modell „LandCruiser“, von dem wir gerne eins besitzen würden. Schenkung erwünscht!
Mit dem gleichen Chiva fuhren wir dann auf der Ladefläche bis Santiago mit, wo wir dann hundemüde ins Bett fielen um am nächsten Tag unseren Urlaub in Bocas del Toro und Costa Rica antreten zu können.
Morgen kommt dann der zweite Teil, gleich gibt es Abendessen,
Bis dahin bleibt uns treu,
Simon und Moritz