Die letzten 2 Wochen…

12 September, 2008

So, nach langer Zeit mal wieder ein Eintrag an dieser Stelle. Wir sind zwar schon seit knapp einer Woche in Santiago, hatten aber bisher nicht wirklich viel Zeit (und vielleicht auch Lust ;-) ), einen Artikel zu schreiben.

Vor zwei Wochen, wurden wir Donnerstag früh abgeholt, um Lorenzo, einen Ingenieur von CEPAS, durch seinen Weg durch die Berge zu den abgelegenen Dörfern, die sich nicht mit dem Jeep erreichen lassen, zu begleiten. Ausgangspunkt sollte Alto Tólica, ein Dorf in dem die Maedels schon seit einiger Zeit arbeiten. Leider hatte das Auto auf dem Weg dann einen Defekt, so dass wir ab Buenos Aires (kennt ihr ja schon), den weiten, beschwerlichen Weg nach Alto Tólica mitsamt Gepaeck und Essen zu Fuss bestreiten mussten. Dieser Weg dauert ohne Gepäck ca. 3 Stunden, mit Gepäck dauerte er 4 Stunden, man klettert da teilweise recht abenteuerlich durch so Bachlaüfe. Doch als ob das nicht gerreicht hätte, fing es auch noch heftigst an zu regnen. Die Regentropfen wurden von solcher Wucht vom Wind auf die Erde geschleudert, so dass diese richtig weh taten. Dazu fiel die Temperatur um jeden Schritt, den wir an Höhenmetern zuruecklegten.

Völlig durchnässt kamen wir dann in Alto Tólica an, wo uns die Mädchen, die uns schon erwarteten, heissen Kakao gemacht hatten. An der Schule von Alto Tólica, in der auch Svenja und Franzi leben, duschten wir dann erstmal. (an eine heisse Dusche ist hier natuerlich nicht zu denken, denn dass Wasser kommt direkt aus den Bergen und hat deshalb auch die Aussentemperatur von ca. 12 Grad. Wenn einem dabei der Wind dabei um die Ohren fegt, da die Dusche oben offen ist, wünscht man sich in diesem Moment nach Deutschland zurueck, wo heisses Wasser kein Problem ist.) Lorenzo und wir rollten dann um halb neun die Isomatten aus, um schlafen zu gehen.- was anderes bleibt einem bei der Dunkelheit und Kälte hier oben eh nicht übrig)

Als der Regen dann aber aufgehoert hatte, wurden wir für die Unannehmlichkeiten des vorigen Tages mehr als entschädigt: Das Gefühl, wie im Flugzeug über den den Wolken zu sein, ist einfach einmalig!!!

Am nächsten Tag starteten wir dann die Wanderung über die Dörfer. Nach zwei Stunden erreichten wir das Dorf Quebrada del Satra, hier gab es nicht, wie teilweise in Buenos Aires, ein einziges Haus aus Stein, alle Menschen hier wohneten in Lehmhuetten, die besseren Huetten hatten wenigstens ein Wellblechdach, der Grossteil der Huetten war jedoch mit einer Art Reet abgedeckt.

Hier waren wir, da eine von CEPAS, auch mit Hilfe des Dritte Welt Kreises Panama errichtete, Wasserleitung, inkl. Wassertanks fuer den Sommer, sowie einer „Reinigungsanlage“, eingeweiht wurde. NAch einigen Stunden, wanderten wir jedoch weiter ins Dorf Las Filipinas, da hier eine Schule steht, in der wir uebernachten konnten. HIer gab es zwar eine Dusche, die funktionierte aber nicht, so das man sich mit einem Eimer und einer Schuessel duschen musste. Wenn alles klappt, werden Simon und ich in den Sommerferien in diesemtotal abgelegen Dorf einen Monat verbringen und bei den BAuarbeiten fuer eine Wasserleitung, sowie (genau wie in Quebrada Sartra) Wassertamks und Filteranlage mithelfen und diese gleichzeitig fuer CEPAS ueberwachen. Wir schliefen dann abends in der Schule, wo uns die zwei Lehrer ein hervorragendes Abendessen machten. Da die Schule Solarpannele hatte, gab es hier Strom, so dass wir mit den Lehrern dann abneds „Indiana Jones“ auf dem Fernseher gucken konnten- ein Hauch von Luxus wehte durch den Raum ;-) Wir hatten grossen Respekt vor den Lehrern, die normalerweise in der Stadt leben und nur alle 2 Wochen nach HAuse koennen um ihre Familien zu besuchen.

Am naechsten morgen machten wir uns dann auf den Weg nach Jemé, einem anderen Dorf, wo auch eine Wasserleitung eingeweiht wurde. NAch der Einweihung und der Messe gab es dann eine Vorfuehrung von Taenzen und Gesaengen der Campesinos.

Nach diesem sehr interassen TAg folgte auch eine interessante Nacht: Wir schliefen das erste Mal in einer Lehmhuette! Ich muss zugeben, dass ich doch ein wenig Angst vor Schlangen und Spinnen hatte, die es hier in den Bergen gibt. Als ich dann jedoch eine Frau sah, die sicherlich schon ueber 80 war, dachte ich mir, dass auch sie in diesem Dorf bisher nichts damit zu tun hatte- dann werde ich auch eine Ancht ueberstehen.

Am Sonntag kehrten wir dann nach Alt Tólica zurueck wo wir die Wooche mit Arbeiten im Schulgarten verbrachten. Dazu gibt es dann in denn naechsten TAgen mehr, da ich auf gut Deutsch jetzt keinen Bock mehr habe, zu schreiben. Dann gibt es auch einen Artikel ueber das was wir im Moment hier in Santiago arbeiten- ich verrate euch schonmal, dass es mit was ganz Suessem zu tun hat- (Ihr könnt ja schonmal raten!)

Bis dahin wünschen wir euch Gesundheit, Glück und Geld,

Moritz und Simon


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